Du befindest dich hier:
Startseite » Wer wir sind » Internes » Lisa Pientak beendet Tätigkeit als Erste Beigeordnete

Montag, den 13. April 2026

Lisa Pientak beendet Tätigkeit als Erste Beigeordnete

Wechsel in den Landesdienst und deutliche Kritik an der neuen Bürgermeisterin

Lisa Pientak verlässt das Rathaus. Die promovierte Juristin, die vor fünf Jahren zur Beigeordneten gewählt worden war, verlässt diese Position vor Ablauf ihrer eigentlich achtjährigen Amtszeit und wechselt mit dem Datum vom heutigen Montag, den 13. April als Referatsleiterin in den Dienst der nordrhein-westfälischen Landesverwaltung.

„Die neue Ratsmehrheit und die Bürgermeisterin haben keinen konstruktiven Gestaltungswillen“, begründet Lisa Pientak ihre Entscheidung. Statt die Stadt weiterzuentwickeln, würden unter dem „Deckmantel der Haushaltskonsolidierung“ zentrale Projekte der vergangenen Jahre zurückgedreht. Fachliche Einschätzungen aus der Verwaltung würden dabei zunehmend ignoriert oder diskreditiert. So auch in der letzten Sitzung des Monheimer Stadtrates, als der Vorsitzende der CDU-Fraktion Lisa Pientaks fachliche Einschätzung als private Ansichten infrage stellte.

Die Amtsführung der neuen Bürgermeisterin habe das Arbeitsklima im Rathaus spürbar verändert. Pientak spricht von wachsendem Misstrauen innerhalb der Belegschaft. Mit großem Bedauern beobachte sie, wie von der Bürgermeisterin Misstrauen und Zwietracht in der Belegschaft gesät würden. Viele Mitarbeitende seien verunsichert, wüssten nicht mehr, „was sie sagen dürfen und wem sie vertrauen können“.

Letzter Auslöser für ihre Entscheidung war eine geplante Neuordnung der Zuständigkeiten im Verwaltungsvorstand. Lisa Pientak sollte künftig statt der Leitung der Baubereiche die Verantwortung für das Jugendamt und die Schulverwaltung übernehmen. „Ein Stellenzuschnitt, für den ich als Juristin nicht die gesetzlichen Anforderungen in Form einer sozialpädagogischen Qualifizierung oder mindestens durch entsprechende Fortbildungen erfülle“, stellt sie klar, „und auf den ich mich auch nicht beworben habe.“

In einer persönlichen E-Mail an die Beschäftigten der Stadtverwaltung, die der PETO vorliegt, betont sie ihre enge Verbindung zur Stadt und zur Stadtverwaltung: „Es war eine große Freude für mich, mit Ihnen [den Beschäftigten] zusammenzuarbeiten. Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam sehr viel für die Stadt erreicht“, schreibt Lisa Pientak. Sie blickt dabei sowohl auf ihre Zeit als langjährige Fraktionsvorsitzende der PETO als auch auf ihre Tätigkeit im Verwaltungsvorstand zurück. Zugleich macht sie deutlich, dass sie die aktuellen Rahmenbedingungen nicht mittragen wolle. „Als Bürgerin bleibe ich der Stadt natürlich erhalten.“ Sie hoffe, Kolleginnen und Kollegen in Zukunft wiederzusehen – „vielleicht […] auch nochmal in anderen Rollen“.

Für die Verwaltung bedeutet der Weggang von Lisa Pientak einen deutlichen Einschnitt in einer ohnehin politisch angespannten Phase. Wie sich die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der neuen Bürgermeisterin künftig entwickelt, dürfte damit noch stärker in den Fokus rücken.

 

Ähnliche Texte...

11.03.2026

Lisa Pientak lehnt Leitung des Jugendamts ab

Kritik an der Bürgermeisterin und neuem Organisationsplan

Für die Bürgermeisterin unzufriedenstellend wird die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am heutigen Mittwoch, den 11. März verlaufen sein. Entgegen dem Wunsch von Sonja Wienecke hat die Erste Beigeordnete Dr...

weiterlesen...

23.11.2025

Zusätzliches Personal für die Bürgermeisterin kostet 220.000 Euro im Jahr

PETO verweist auf Widerspruch zu den Sparzielen der Wienecke-Koalition

Rund 220.000 Euro mehr pro Jahr – so viel wollen die neue Bürgermeisterin und die sie unterstützenden Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP für zusätzliches Personal im Umfeld der Bürgermeisterin ausgeben...

weiterlesen...

06.11.2025

Anna Bergweiler ist stellvertretende Bürgermeisterin

PETO-Ratsfrau wurde vom Stadtrat zur zweiten Stellvertreterin gewählt

In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Monheimer Stadtrat am Mittwochabend, den 5. November die PETO-Ratsfrau Anna Bergweiler zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. Stefanie Einheuser, die Co-Vorsitzende der PETO-Fraktion, gratulierte im Namen der Fraktion: „Ich freue mich für Anna Bergweiler und wünsche ihr für ihre neue Aufgabe alles Gute...

weiterlesen...

© 2026 PETO