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Samstag, den 2. Juni 2007 | Blogeintrag

Salsafieber im Spiegelzelt

von Florian Große-Allermann

Es ist nun ziemlich exakt ein Jahr her, dass man in den Großstädten in Fußballdeutschland ein Sammelsurium der verschiedensten exotischen Töne hören konnte. Insbesondere die Klänge der Südamerikaner stachen dabei hervor. Ich fühlte mich an das Sommermärchen zurückerinnert, als ich den Marienburgpark betrat und die rhythmischen Klänge der Band bei ihrem Soundcheck vernehmen konnte. Das Spiegelzelt rief wieder mit seiner Abschlussveranstaltung zum Salsa-Abend. Da Teile der Band leider noch auf ihrem Weg aus dem Ruhrgebiet ins idyllische Monheim aufgehalten wurden, hatte das Publikum die Gelegenheit bei sommerlichen Temperaturen eine „Hopfenkaltschale“ oder eine kühle Cola zu schlürfen. Alternativ gab es – passend zum Thema – diverse exotische Cocktails, wie Cuba Libre oder Caipirinha.

Natürlich traf man auch wieder auf die „üblichen Verdächtigen“, die wie jedes Jahr mit ihrem ehrenamtlichen Engagement das Spiegelzelt in dieser Form erst wieder möglich machten. Auch wenn es diesmal sicherlich nicht so einfach für Helfer und Organisatoren der Marke Monheim war, hatte man doch in den letzten Wochen sehr viel in der Zeitung lesen können, was eigentlich nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehört. Von diesen ganzen Gerüchten und der daraus folgenden Anspannung war aber während des überaus gelungenen Abends nichts zu spüren. Viel mehr lag eine gewisse „Jetzt-erst-Recht“ Stimmung in der Luft.

Nach einiger Zeit konnten wir dann das Spiegelzelt betreten und auch wenn die lateinamerikanischen Klänge vorerst noch aus der Konserve kamen, konnte man nicht darum herumkommen, mit den Füßen mitzuwippen und mit den Fingern mitzutrommeln. Kurz darauf begrüßte dann auch gleich die Salsa-Band „Macondtio“ ihr vom Alter her sehr gemischtes Publikum.

Kaum hatte die Band dann angefangen zu spielen, stürmten auch schon die ersten Pärchen auf die Tanzfläche. Dann kam der für mich persönlich (und wohl auch für meine äußerst geduldige Tanzpartnerin) wichtigste Teil des Abends: Josef Hupperich – seines Zeichens Tanzlehrer in Monheim – betrat die Tanzfläche, um dem weniger geübten Salsa-Anhängern ein wenig unter die Arme zu greifen. Da man mich – bisher zumindest – durchaus als Tanzlegastheniker bezeichnen kann, kam mir diese Hilfeleistung sehr gelegen. In einer knappen halben Stunde brachte „Huppi“ seinem begeisterten Publikum die ersten Grundschritte bei – und zeigte dabei durchaus auch entertainerische Stärken! Dann noch flink ein paar Fächer hier, ein paar Drehungen da und schon hatte er dafür gesorgt, das fortan die Tanzfläche solange die Band spielte auch stets gefüllt war!

Im Laufe des Abends durften die gespannten Gäste dann noch weitere Schritte, Drehungen und das beim Salsa besonders wichtige „Hüftwackeln“ lernen. Außerdem konnte man eine „Ruedagruppe“ aus Köln bewundern, die eine sehr interessante und schöne Form des Salsa als „Gruppentanz“ vorführten.

Die Stimmung war den ganzen Abend sehr gut. Alles in allem bleibt mir auch beim Fazit nur der Vergleich mit letztem Jahr: Tolle Stimmung, toller Event und mit Sicherheit wiederholenswert!

 

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