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Dienstag, den 21. August 2018 | PETO-Blatt-Artikel

Warum sich der Sommer auch ohne Freibad genießen lässt

Faktencheck: Braucht Monheim ein Freibad?

Was gibt es schöneres, als sich bei sommerlichen Temperaturen im kühlen Nass zu erfrischen und die Sonnenstrahlen auf einer Liegewiese zu genießen. Daher kommt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern vor allem während der Sommerferien immer wieder die Frage auf, wieso das alte Monheimer Freibad nicht neu aufgebaut wird. Höchste Zeit also für einen Faktencheck.

Aber fangen wir ganz von vorne an: Warum wurde das alte Freibad Ende der 90er überhaupt geschlossen?

Die Weiterführung des Freibades hätte damals erhebliche Sanierungsarbeiten erfordert. Und auch das Hallenbad an der Schwalbenstraße war marode. Die Decke drohte einzustürzen und das Bad musste gesperrt werden. Statt in zwei defizitäre Bäder zu investieren, entschied sich der Stadtrat in dieser Situation, an die Stelle des Freibades ein ganzjährig nutzbares Allwetterbad zu bauen: Das Mona Mare. Schaut man sich die damaligen sinkenden Besucherzahlen des ehemaligen Hallenbades und des Freibades an, erweist sich dies auch als eine absolut richtige Entscheidung: Denn während im schlechtesten Jahr, das war 1993, beide Bäder zusammen genommen nur 84.000 Besucher zählten, lockt das Mona Mare nun jährlich etwa 175.000 Gäste an.

Wie ist nun der aktuelle Stand der Dinge?

Aus Kostengründen hatte man Ende der 90er Jahre auf den Abriss der neben dem Mona Mare befindlichen Reste des früheren Freibads verzichtet. Erst im letzten Jahr wurden die verbleibenden Überreste abgerissen, um Platz für neue Bauprojekte zu schaffen: Denn nicht nur die neungruppige SKFM-Doppelkita ist schon fleißig im Bau, auch der Grundstein für die dort entstehende türkisch-islamische DITIB-Moschee ist inzwischen gelegt.

Doch warum wurde statt den neuen Bauprojekten nicht ein neues Freibad gebaut? Schließlich könnte sich die Stadt das doch heutzutage wieder leisten.

Hier muss man schlichtweg überlegen, ob ein solches Freibad entsprechend genutzt werden würde. Beim Abwägen der schönen Sommertage gegen die vielen verregneten, die ein deutscher Sommer so zu bieten hat, sieht es leider schlecht für das Freibad aus. Denn auch an grauen Tagen müssen nicht nur Heizung, Pumpen und die gesamte Technik laufen, sondern auch die Personalkosten fallen weiter an. Für heiße Tage bietet außerdem auch das Mona Mare einen Außenbereich mit Schwimmbecken, Babyplanschbereichen und Liegewiesen.

Was wird stattdessen für das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger getan?

Erst im vergangenen Jahr wurde der Saunabereich des Mona Mares für 2,5 Mio. Euro umfangreich erneuert. So wurde die Saunalandschaft nicht nur um einige Quadratmeter erweitert, sondern außerdem auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Die Besucher können sich daher seit Anfang des Jahres unter anderem über neue Massageräume, Ruhezonen und eine Panoramasauna freuen.

Darüber hinaus ist eine Modernisierung des Badebereichs geplant. Das Ziel hierbei ist zum einen, den Badebereich attraktiver und zeitgemäßer zu gestalten. Außerdem ist neben der vor vier Jahren bereits komplett erneuerten Rutsche, eine weitere Attraktion geplant. Momentan werden für die Modernisierungsarbeiten verschiedene Varianten ausgearbeitet, sodass die genaue Planung voraussichtlich Anfang 2019 im Stadtrat vorgestellt werden kann.

Ein Freibad hat die Stadt dann nicht mehr, aber ein modernisiertes Mona Mare, das wahrscheinlich auch weiterhin doppelt so viele Besucherinnen und Besucher anlocken wird, wie in den 90er Jahren das damalige Hallen- und Freibad zusammen.

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