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Sonntag, den 16. März 2008 | PETO-Blatt-Artikel

Großer Bolzplatz-Test

„Wir brauchen dringend neue Bolzplätze, damit die Kinder sich richtig austoben können. Davon gibt es viel zu wenige im Monheimer Stadtgebiet.“ Dies war unter anderem ein Fazit der Jahrestagung des Zielkonzepts 2020 Ende November 2007. Dieser Meinung schließen wir uns selbstverständlich an. Doch bevor neue Spielflächen eingerichtet werden, sollten wir dafür sorgen, dass sich die vorhandenen Anlagen in gutem Zustand befinden. Dabei sollten die Plätze nicht nur „bespielbar“ sein, sondern auch keine unnötigen Gefahren für die „Poldis“ und „Schweinis“ von morgen bergen.

Um den Zustand der Plätze zu überprüfen, war für uns eine kleine Radtour angesagt. Jens Timmermann und ich fuhren sämtliche Bolzplätze in Monheim und Baumberg ab.

Die Ergebnisse fielen dabei ganz unterschiedlich aus. Natürlich weiß jeder, der mal auf einem Bolzplatz herumgekickt hat, dass der ein oder andere Makel über kurz oder lang immer auftritt:

Gerade im Frühling wuchert das Gebüsch schon mal an das Spielfeld heran. Und vor den Toren oder an anderen „stark frequentierten“ Stellen wird der Belag abgetragen, sodass sich kleine Mulden bilden, die bei entsprechendem Wetter dann zu Pfützen werden. Das ist nicht wirklich schlimm.

Anders sieht es allerdings aus, wenn man dem „Flügelspieler“ im Frühjahr gerne eine Gartenschere in die Hand drücken möchte oder wenn der Torwart Gummistiefel tragen sollte, weil sich an seinem Arbeitsplatz wieder einmal ein Teich statt einer Pfütze gebildet hat. Solche Szenarien sind schon relativ ärgerlich.

Wenn das Spielfeld nun noch mit Bepflasterungen abgegrenzt ist oder die Löcher im Zaun schon größer sind als der intakte Teil des Zauns, dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, sowohl für die Nutzer des Bolzplatzes, als auch für Passanten und Verkehrsteilnehmer der angrenzenden Straße.

Solche Zustände fielen uns vor allem im Berliner Viertel auf. Eigentümer dieser Flächen ist hier jedoch nicht die Stadt, sondern die LEG.

Um für diese Plätze einen besseren Standard zu erreichen, haben wir nun für die nächste Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport einen Antrag eingereicht. Das Ziel ist, die vorhandene Spielplatzsatzung auch auf Bolzplätze auszuweiten. Die Eigentümer der Bolzplätze, insbesondere die LEG, wären dann verpflichtet, öfter mal nach dem Rechten zu sehen und müssten auch eine regelmäßige Pflege nachweisen.

Und wenn wir dann in einem Jahr zur nächsten Bolzplatz-Radtour aufbrechen, haben sich die größten Probleme hoffentlich schon erledigt.

 

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