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Sonntag, den 26. August 2018 | PETO-Blatt-Artikel

Was tut die Stadt für den Sozialen Wohnungsbau?

Faktencheck: Wohnraum nur noch für Besserverdienende?

Steigende Mietpreise und eine immer wachsende Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. So sieht die allgemeine Entwicklung in großen Teilen NRWs aus. Nicht nur deshalb ist es für Monheim am Rhein wichtig, dass sich die Stadt für den Ausbau von Sozialem Wohnungsbau stark macht. Wie die aktuelle Situation in Monheim am Rhein aussieht und was die Stadt konkret für die Schaffung von günstigem Wohnraum unternimmt? Hier gibt es die Infos.

Stimmt es, dass das Wohnen in Monheim am Rhein immer teurer wird?

Oft kommt die Befürchtung auf, das Wohnen in Monheim am Rhein würde deshalb teurer werden, weil die Stadt durch Angebote wie kostenlose Kitas oder die vielen in den letzten Jahren neu geschaffenen Jobs immer attraktiver wird. Es stimmt zwar, dass die Wohnungsnachfrage in Monheim am Rhein in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, doch die steigenden Preise sind kein Einzelphänomen vor Ort, sondern eine allgemeine Entwicklung in der gesamten Umgebung. Im regionalen Vergleich liegt Monheim am Rhein im Preisniveau deutlich hinter den Nachbarstädten. In Langenfeld zum Beispiel sind Mietwohnungen im Durchschnitt 22 Prozent teurer als in Monheim am Rhein. In Köln und Düsseldorf muss man für eine Mietwohnung im Schnitt sogar anderthalb Mal so viel ausgeben wie in Monheim am Rhein. Menschen, die sich das Wohnen dort nicht mehr leisten können, weichen auf das Umland aus. Deshalb ist der Ausbau von Sozialem Wohnungsbau auch in Monheim am Rhein wieder wichtig geworden.

Was tut die Stadt also für die Verbesserung der Wohnsituation?

Bereits im Jahr 2016 hat der Stadtrat die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft beschlossen: die Monheimer Wohnen GmbH. Mit dieser Idee war PETO zwei Jahre zuvor zur Kommunalwahl angetreten. Die Monheimer Wohnen soll helfen, die Probleme der steigenden Wohnungsnachfrage nicht nur in quantitativer, sondern vor allem auch in qualitativer Weise zu lösen. Entstanden ist diese Maßnahme aus der Situation, dass seit 2008 die Anzahl der Wohnungen mit Zweckbindung immer weiter sank. „Das bedeutet, dass mehr und mehr Wohnungen nicht mehr für Inhaber von Wohnungsberechtigungsscheinen reserviert sind, sondern allen Mieterinnen und Mietern zur Verfügung stehen“, erklärt Lucas Risse, PETO-Sprecher im Planungsausschuss.

Und was unternimmt die Monheimer Wohnen GmbH konkret?

Aktuell wird der Bau von insgesamt 385 Wohnungen in beiden Ortsteilen vorbereitet. In Monheim betrifft das den Bereich „Unter den Linden“ im Berliner Viertel, in Baumberg das Sophie-Scholl-Quartier. Insgesamt 30 Prozent dieser neu gebauten Wohnungen sollen an Inhaber von Wohnungsberechtigungsscheinen vergeben werden, doch auch die übrigen Wohnungen sollen bezahlbar und vor allem barrierefrei sein. Ein wichtiger Aspekt ist außerdem die Größe der Wohnungen. Geplant sind zum einen sehr viele kleine 1- bis 2-Zimmer-Apartments, zum anderen einige große Wohnungen, da es besonders an Wohnraum für Alleinstehende und Familien fehlt. Im restlichen Stadtgebiet und vor allem im Berliner Viertel dominiert nämlich vor allem die klassische 3-Zimmer-Wohnung.

Gibt es noch weitere Akteure außer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft?

Neben der Arbeit der städtischen GmbH, verpflichtet die Stadt private Investoren, bei größeren Bauprojekten ebenfalls 30 Prozent geförderte Wohneinheiten zu bauen - eine Forderung der SPD, die von PETO überommen wurde. Diese Verpflichtung gilt beispielsweise in Baumberg-Ost für die Investoren Dornieden und Paeschke. Darüber hinaus gibt es eine Besonderheit, die bisher in Monheim am Rhein einmalig ist: Im neuen Israel-Viertel entstehen sozial geförderte Einfamilienhäuser, die von Familien mit Wohnungsberechtigungsscheinen gemietet werden können.

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