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Mittwoch, den 20. Mai 2026

PETO-Fraktion unterstützt Online-Petition

Schülerinnnen und Schüler setzen sich für OHG-Erweiterungsbau ein

In einer Online-Petition setzen sich Schülerinnen und Schüler für den von der Ratsmehrheit gestoppten Erweiterungsbau des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) ein. Bisher haben 1.800 Menschen die Petition unterzeichnet. Auch die PETO-Fraktion ruft nun dazu auf, die Petition zu unterzeichnen.

Anna Bergweiler, PETO-Ratsmitglied und selbst Mutter von Kindern, die das OHG besuchen, kann die von der Bürgermeisterin, der CDU, der SPD und den Grünen in der letzten Sitzung des Stadtrats gefasste Entscheidung nicht nachvollziehen: „Die Schule und die Stadtverwaltung haben mehrere Jahre an den Plänen gearbeitet, um die beste und vernünftigste Lösung für die Schule zu entwickeln. Was jetzt passiert, bedeutet Verzögerungen, steigende Kosten und Stillstand bei einem Projekt, das längst beschlossen und finanziell eingeplant war. Ich hoffe sehr, dass die von Schülerinnen und Schülern gestartete Online-Petition viele Stimmen erhält. Nur der Druck aus der Öffentlichkeit kann das Projekt jetzt noch retten.“

Bereits 2019 hatte der Stadtrat, damals noch mit den Stimmen der PETO-Fraktion beschlossen, den Schul-Campus am Berliner Ring schrittweise auszubauen. Seitdem wurden bereits ein gemeinsamer Neubautrakt für die Ulla-Hahn-Gesamtschule (UHG) und das Otto-Hahn-Gymnasium sowie die neue Achtfach-Sporthalle realisiert. Aktuell entsteht auf dem Gelände der früheren Sporthallen ein Neubau für die UHG.

Im nächsten Bauabschnitt sollte das OHG einen Erweiterungstrakt einschließlich einer neuen Aula erhalten. Der entsprechende Baubeschluss wurde im Oktober 2025 gefasst. Doch genau dieses Projekt haben nun die Bürgermeisterin und die sie unterstützenden Parteien vorläufig gestoppt.

„Bereits im Vorfeld der Ratssitzung am 29. April hatten öffentliche Äußerungen der Bürgermeisterin und der sie tragenden Parteien zu großer Verunsicherung innerhalb der Schulgemeinschaft geführt“, stellt Anna Bergweiler fest. „In der Sitzung bestätigte sich schließlich, was viele bereits befürchtet hatten: Die neue Ratsmehrheit stellt die bisherigen Planungen grundsätzlich infrage.“

Besonders irritierend sei dabei, dass viele der nun geforderten Prüfaufträge bereits vor Jahren Bestandteil umfangreicher Variantenuntersuchungen waren. Anna Bergweiler: „Schon damals wurden unterschiedliche Lösungen geprüft – darunter die Sanierung der Aula, Ergänzungsbauten im Bestand sowie verschiedene Möglichkeiten zur Erweiterung des Schulgebäudes. Auch die jetzt erneut diskutierte Aufstockung des OHG-Gebäudes wurde bereits untersucht. Ergebnis: Das Bestandsgebäude ist statisch weitgehend ausgelastet. Eine Aufstockung gar nicht möglich.“

Hinzu kommt, dass sich gerade die Sanierung der bestehenden Aula bereits in der früheren Planung als problematisch erwiesen hatte. Insbesondere die Anforderungen des Brandschutzes hätten zu einer erheblichen Verringerung der Kapazitäten geführt. Gleichzeitig benötigten die Schulen deutlich größere Versammlungsflächen. Allein das OHG rechnet für gemeinsame Veranstaltungen der Unterstufe mit rund 800 Plätzen. Die alte Aula verfügt lediglich über 650 Plätze. Nach einer Sanierung könnten es noch einmal 100 weniger werden.

Trotzdem begründen CDU, SPD und Grüne ihren Kurswechsel nun mit sinkenden Schülerzahlen und einer angeblich notwendigen Neubewertung der Raumbedarfe. Für Anna Bergweiler greift diese Argumentation deutlich zu kurz: „Schulgebäude werden nicht für wenige Jahre gebaut, sondern für mehrere Jahrzehnte. Deshalb braucht Schulentwicklung langfristiges Denken. Moderne Schulen benötigen flexible Raumkonzepte und ausreichende Kapazitäten – nicht kurzfristige Sparlösungen.“

Auch Vorwürfe der Ratsmehrheit, PETO habe den Schulbau am Berliner Ring verschleppt, weist Anna Bergweiler zurück: „Der Ausbau des Schulcampus wird seit 2019 Schritt für Schritt umgesetzt. Weil alle Maßnahmen während des laufenden Schulbetriebs erfolgen, war von Anfang an klar, dass die Bauabschnitte nacheinander realisiert werden müssen. Der gemeinsame Neubautrakt und die Sporthalle stehen bereits, der Neubau der UHG befindet sich im Bau. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Dass nun ausgerechnet der letzte Bauabschnitt für das OHG gestoppt wird, ist eine Entscheidung der neuen Mehrheit, die nicht nachvollziehbar ist.“

Für die PETO -Fraktion stehe fest, so Anna Bergweiler: „Der Ausbau des Schulzentrums am Berliner Ring ist eine langfristige Investition in die Bildungsqualität und Zukunftsfähigkeit der Stadt. Kurzfristige Schwankungen der Schülerzahlen, sind nicht maßgeblich für die Planung. Jede weitere Verzögerung geht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler und verursacht am Ende zusätzliche Kosten durch erneuten Planungsaufwand und steigende Baukosten.“

Zur Online-Petition der Schülerinnnen und Schüler auf change.org

 

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