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Mittwoch, den 27. Mai 2020 | PETO-Blatt-Artikel

Wenn eine neue Grundschule nicht ausreicht

Weiterer Grundschulstandort für Baumberg in Planung

Bereits seit mehreren Jahren setzt sich besonders ein Trend in Monheim am Rhein fort: Die Schülerzahlen steigen rasant an. Erst im Dezember letzten Jahres hat der Stadtrat den Bau einer neuen Grundschule im Monheimer Süden beschlossen. Doch nun hat das fortlaufenden Bevölkerungsmonitoring ergeben, dass diese Maßnahme nicht ausreichen wird. Daher soll die neu entstehende Schule nun nicht nur von der geplanten Zwei- auf eine Dreizügigkeit erweitert werden: Außerdem soll in Baumberg ein komplett neuer Grundschulstandort entstehen.

Fangen wir mit dem Bauvorhaben in Baumberg an. Genauer gesagt ist hier der Bau einer zweizügigen Grundschule an der Bregenzer Straße geplant. Zurzeit wird die Fläche noch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Nach der Renovierung der Flüchtlingsunterkunft an der Niederstraße werden die Container in Baumberg jedoch nicht mehr benötigt, sodass das Grundstück für einen Grundschulneubau verfügbar ist.

„Wir als PETO-Fraktion halten diesen Standort für sehr geeignet, da er sich in unmittelbarer Nähe zu den Neubaugebieten in Baumberg Ost befindet und natürlich auch das bestehende Österreichviertel von vielen Familien bewohnt wird“, erklärt PETO-Fraktionsvorsitzende Lisa Pientak. „Dies hat den großen Vorteil, dass die künftigen Grundschülerinnen und -schüler aus diesem Wohngebiet einen kurzen Weg zur Schule haben, den sie auch alleine und zu Fuß bewältigen können.“

Und wie genau soll die neue Schule aussehen? Für das Raumprogramms wurden die gleichen Maßstäbe angelegt wie bei den anderen Neu- und Umbauprojekten für die Schulen im Stadtgebiet. So sind zwei sogenannte Clusterzonen vorgesehen, in denen jeweils vier Klassenräume, die zugehörigen Gruppenräume sowie Lernzonen und eine WC-Einheit angeordnet sind. Zudem soll ein Verwaltungsbereich, eine Mensa mit Küche und eine Sporthalle entstehen. Auf Grundlage dieses Raumprogramms soll die Stadtverwaltung nun beauftragt werden, ein Ausschreibungsverfahren einzuleiten. Darüber, welches Planungsbüro für die Baumaßnahmen ausgewählt werden soll, entscheidet dann zunächst ein Architekturgremium und anschließend der Stadtrat.

Beim Schulneubau „Im Pfingsterfeld“ im Monheimer Süden hingegen handelt es sich um eine Erweiterung der ursprünglich beschlossenen Zwei- auf eine Dreizügigkeit. Hierfür muss das Raumprogramm des Schulgebäudes erweitert und der Kostenrahmen angepasst werden – die sonstigen Rahmenbedingungen bleiben jedoch unverändert. Auch terminlich ergeben sich keine Auswirkungen, da das bereits in der Vorbereitung befindliche Ausschreibungsverfahren problemlos auf die veränderten Anforderungen angepasst werden kann.

Die Kosten belaufen sich in Baumberg auf gut 27 Millionen Euro, im Stadtteil Monheim werden die ursprünglich ebenfalls geplanten knapp 27 auf etwa 31,5 Millionen Euro erhöht. Hinzu kommen noch Kosten für das Grundstück und die Möblierung, die erst im Zuge der Entwurfsplanung ermittelt und schließlich für das Haushaltsjahr der Inbetriebnahme veranschlagt werden. Nachdem der Beschluss Mitte der Woche in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport und des Jugendhilfeausschusses beraten wird, fällt die finale Entscheidung in der Ratssitzung Ende Juni. Die PETO-Fraktion spricht sich bereits im Vorfeld der Sitzung für die Planung aus, sodass die Stadtverwaltung nach der Ratssitzung mit der Umsetzung der Neubauprojekte beginnen kann. In etwa fünf Jahren können dann beiden Grundschulen bezugsfertig sein.

 

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