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Sonntag, den 24. Mai 2015 | PETO-Blatt-Artikel

Entlastung für die Opladener Straße

„Nord-Süd-Spange“ soll Verkehr Richtung Süden aufnehmen

von Andy Eggert

Die täglichen Rückstaus auf der Opladener Straße sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Mitglieder des städtischen Planungsausschusses billigten dazu die Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens und beauftragten die Stadtverwaltung mit weiteren Ausarbeitungen für eine neue Verbindungsstraße Richtung Süden. Unter dem Arbeitstitel „Nord-Süd-Spange“ soll die neue Straße entlang der Monheimer Bürgerwiese die Kurt-Schumacher-Straße (Höhe Mona Mare) mit der Alfred Nobel-Straße verbinden.

Für die Opladener Straße soll sich daraus eine voraussichtliche Entlastung von rund 1.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag ergeben. Bezogen auf den Gesamtverkehr von über 20.000 Fahrzeugen, die täglich über die Opladener Straße rollen, ist das zwar nur eine Verringerung von weniger als fünf Prozent, insbesondere zu den Stoßzeiten soll sich die Entlastung jedoch deutlich bemerkbar machen. Das Ziel ist es, zumindest dem aus dem Berliner Viertel stammenden Verkehr, der die Autobahn A 59 Richtung Leverkusen nutzt, eine Alternative zur Opladener Straße zu bieten. Die neue „Nord-Süd-Spange“ soll die Erreichbarkeit des Autobahnanschlusses in Hitdorf (Monheim Süd) so verbessern, dass weniger Verkehr aus dem Berliner Viertel die Opladener Straße nutzt.

Der Anschluss für Firmen wie UCB, Bayer CropScience und Seyfert, die im Monheimer Süden ansässig sind, findet schon jetzt hauptsächlich über die Alfred-Nobel-Straße zum Autobahnkreuz Monheim Süd statt. Das angrenzende Wohngebiet war jedoch bisher nicht ausreichend angeschlossen. Nur einzelne kleine Straßen führen den Verkehr aus der Stadt auf die Alfred-Nobel-Straße. Die teils weiten Umwege führen dazu, dass es dieser Route deutlich an Attraktivität mangelt. Die neue „Nord-Süd-Spange“ bietet in Zukunft eine reale Option, die Autobahn in angemessener Zeit zu erreichen. Weiterhin wird die Nord-Süd-Spange auch das Grundstück des alten Freibads neu gliedern, womit das brachliegende und aktuell nicht genutzte Bauland vermarktet werden kann.

Ebenfalls grünes Licht gab der Planungsausschuss einem neuen Verkehrsanschluss des Geländes der Firma Menk. Die alte Industriefläche soll in einigen Jahren der Ansiedlung von Firmen dienen und im hinteren Bereich auch für Wohnbebauung genutzt werden. Um den dadurch aufkommenden Verkehr geordnet abfließen zu lassen und die Grüne Welle auf der Opladener Straße nicht zu gefährden, wird die Kreuzung Baumberger Chaussee/Opladener Straße mit einer weiteren Anbindung nach Süden an das Menk-Gelände ergänzt. Eine separate Einfahrt – wie zurzeit vorhanden – ist dann nicht mehr erforderlich, sodass der Verkehr auch hier schneller fließen kann.

Ein Absage erteilte die PETO-Fraktion hingegen Überlegungen, die neue Kreuzung auch für eine Erschließung des Musikantenviertels zu nutzen. Zwar wären viele Wohnstraße durch die geplante Öffnung zur Opladener Straße hin schneller erreichbar gewesen, allerdings hätte sich für die kleinen, verkehrsberuhigten Straßen eine erhebliche Verkehrsbelastung ergeben. Die Mehrbelastung war vom vorliegenden Verkehrsgutachten auf bis zu 1.500 Fahrzeugen pro Tag geschätzt worden – aus Sicht der PETO-Fraktion nicht vertretbar. Die Stadtverwaltung wird diese Variante deshalb nicht weiter verfolgen.

 

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