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Freitag, den 18. Juni 2010 | Blogeintrag

Der Stadtplanungsausschuss mal von der anderen Seite

von Torsten Kinzel

Ein wenig einsam muss es ausgesehen haben, wie ich in der letzten Reihe des Zuschauerbereichs im Ratssaal saß. So war auch die Meinung des ein oder anderen Mitglieds, welches uns im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Bau- und Verkehrswesen am 09.06. vertreten hat. Falls ihr euch fragt, wieso ich einsam aussah: Einer der Tagesordnungspunkte war mal wieder das altbekannte und nicht ganz beliebte Sportstättenkonzept. Und es schien, als wäre ich der einzig anwesende Zuschauer gewesen, welcher dem Konzept positiv gegenüber stand. Denn ich durfte mich der geschlossenen Anwesenheit der gesamten IGBBO (Initiative gegen Bebauung Baumberg-Ost) „erfreuen“.

Wenn man es genau nehmen möchte, ging es in erster Linie gar nicht um das Sportstättenkonzept, sondern um die „13. Änderung des Flächennutzungsplanes“. Doch auch dagegen wollte die IGBBO angehen. Der Beschlussvorschlag war es, einen Teil der Ackerflächen von Bauer Bosmann (ca. 14 ha) in Wohnbauflächen zu ändern, um dort die Möglichkeit für Häuserbau zu eröffnen. Dies ist zwingend nötig, da im Monheimer Stadtgebiet bereits ein Großteil an Flächen vergeben ist, der demographische Wandel allerdings ein größeres Angebot an Wohnfläche verlangt. Dass dabei die Bezirkssportanlage (BSA) um ca. 400 m verlegt werden kann, ist nur ein nützlicher Nebeneffekt. Der Neubau der BSA ein wenig östlicher zum jetzigen Standort birgt ein paar Vorteile. Zum einen wird es natürlich ein neues Fußballfeld geben, kombiniert mit einer 400m Laufbahn. Aber auch Wurfdisziplinen, wie Speerwerfen, sollen an der neuen BSA trainiert werden können. Außerdem ist der Lärmschutz nur noch in eine Richtung nötig.

Auch wenn die SPD eine Bebauung im Baumberger Osten ablehnt, war sie dennoch kompromissbereit und unterstützte diesen Antrag. Trotzdem gab es eine lange Diskussion darüber, warum nicht direkt die gesamte Fläche im Baumberg-Ost zu Wohnbaufläche gemacht werde. Dies bevorzugt nämlich die CDU, welche die „große Lösung“ für sinniger hält. Schlussendlich konnte der Antrag aber mit 8:7 Stimmen angenommen werden.

Alle Zuschauer, mich ausgenommen, waren sichtlich enttäuscht von der Abstimmung und viele verließen nach diesem TOP auch schleunigst den Ratssaal. Natürlich gab es auch noch andere Themen, doch da es meist nur Kenntnisnahmen oder Offenlagebeschlüsse für laufende Planungen waren, gab es zu den restlichen Punkten eher weniger bis keine Debatten.

Das interessanteste Thema bei den „Mündlichen Anfragen“ der Ausschussmitglieder war wohl die Situation der Ampeln an der Opladener Straße. Herr Apsel hat mit viel Mühe Videos gedreht und Autos gezählt um zu belegen, dass die Problematik zum Großteil am Verhalten der Autofahrer liege. Doch sowohl Lisa, also auch Frau Friedrich waren in der Lage aus eigenen Erfahrungsberichten zu bezeugen, dass man trotz vorbildhaftem Fahrverhalten oftmals vor roten Ampeln stehe. Herr Apsel konnte aber schon bestätigen, dass die Umsetzung einer längeren Taktung bereits in Auftrag gegeben wurde. Bleibt zu hoffen, dass die neue Taktung hält, was sie verspricht.

 

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