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Montag, den 20. April 2009 | PETO-Blatt-Artikel

Anwohner für Jahnplatz

von Florian Große-Allermann

Am 1. April ging das Sportstättenkonzept in die nächste Runde. Eigentlich ist man sich fraktionsübergreifend einig: Wir müssen etwas tun! Bei der Frage, wie dieses „Etwas“ aussehen soll, haben sich allerdings zwei Lager gebildet, die gegensätzlicher kaum sein könnten (wir berichteten in der Ausgabe für Dezember 2008).

Einer der Kernpunkte ist die Frage um die Zukunft des Jahnsportplatzes. Das CDU-FDP-Verwaltungs-Konzept sieht vor, diese Sportstätte zu verkaufen und zwecks Wohnbebauung zu überplanen. Insbesondere von Seiten der CDU hörten wir in diesem Zusammenhang immer wieder das Argument, die Anwohner würden sich häufig über den Lärm beschweren, der von der Anlage ausginge. Und eine Beleuchtungsanlage, wie es unser Antrag (gemeinsam mit SPD und Grünen) vorsähe, könne man dort daher erst recht nicht errichten.

Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage haben wir seit jeher stark angezweifelt. Also starteten wir am Wochenende vor der Ratssitzung eine Umfrage bei den Anwohnern des Sportplatzes. Rund um das Jahnstadion haben wir in sämtliche Haushalte etwa 300 Flugblätter mit Antwortpostkarten geworfen.

Die Reaktion der Betroffenen war überwältigend. Binnen drei Tagen erhielten wir über 90 Antwortkarten sowie zusätzlich viele Briefe und E-Mails. Und die Stimmung war dabei eindeutig: bis auf zwei Karten sprachen sich alle Antworten für einen Erhalt dieses „Schmuckkästchens“ aus. Weiter noch: Selbst die von uns geforderte Beleuchtungsanlage wäre für die Anwohner kein Grund, ihren Sportplatz aufzugeben. Lediglich drei Schreiben gaben an, sie würden sich von einer Beleuchtungsanlage wohl gestört fühlen.

Diese Ergebnisse stellten wir in jener Ratssitzung am 1. April vor. Hatte man von der Gegenseite eine Antwort hierauf? Nicht wirklich. „Die wollen nur nicht den Baulärm“, hieß es da.

Der Rat hat letztlich entschieden einen „Ratsbürgerentscheid“ nach § 26 der Gemeindeordnung NRW zu initiieren. Inhalt eines solchen Entscheides muss eine Frage sein, die von der Bürgerschaft mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Um den genauen Inhalt zu beschließen, wird der Rat zeitnah erneut zusammentreten.

Wir halten euch hierüber auf dem Laufenden und werden in der kommenden Ausgabe noch einmal detailliert über den Bürgerentscheid berichten und wie wir es gemeinsam schaffen werden, den Jahnsportplatz zu retten.

 

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