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Donnerstag, den 1. November 2007 | PETO-Blatt-Artikel

Müllabfuhr bald städtisch?

von Daniel Zimmermann

Die Zeiten, in denen im Rahmen so genannter „Outsourcings“ möglichst viele öffentliche Aufgaben an Privatunternehmen vergeben wurden, scheinen vorbei. Im Monheimer Rathaus wird zurzeit darüber nachgedacht, die Müllabfuhr wieder in städtischer Eigenregie durchzuführen. „Rekommunalisierung“ nennt man so etwas.

Im Moment sorgt das Düsseldorfer Unternehmen „Awista“ für die Leerung der Monheimer Tonnen. Vorher hatte „Remondis“, damals „Rethmann“, den Auftrag zur Abfallsammlung bekommen Der ursprünglich geschlossene Vertrag läuft noch bis Ende 2008. Wie es danach weiter geht, ist im Moment völlig offen. Verschiedene Varianten sind denkbar.

Eine Möglichkeit wäre, den bestehenden Vertrag einfach weiter laufen zu lassen, denn wenn die Stadtverwaltung nicht kündigt, verlängert er sich automatisch. Für die Monheimer und Baumberger Haushalte wäre das jedoch nicht so praktisch, denn die Abfuhrkosten sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken und ein Neuabschluss könnte sich positiv auf die Höhe der Abfallgebühren auswirken. Eine Vertragsverlängerung käme also nur in Frage, wenn das aktuelle Abfuhrunternehmen Awista von sich aus einen Preisnachlass anbieten würde, was fraglich ist.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Neuausschreibung der Müllabfuhr. Unternehmen aus ganz Europa könnten sich darum bewerben, den Monheimer Müll einzusammeln. Wahrscheinlich ist aber, dass hauptsächlich Angebote aus der näheren Region eingehen würden, womit bekannte Firmen wie Awista, Remondis oder Schönmackers im Rennen wären.

Die dritte Möglichkeit wäre, dass die Stadt Monheim mit Hilfe ihrer Städtischen Betriebe, dem ehemaligen Betriebshof, die Müllabfuhr selbst organisiert. Der Vorteil dabei ist, dass kein Gewinn erwirtschaften werden muss, der Müll also zum Selbstkostenpreis eingesammelt wird. Ob diese Variante tatsächlich günstiger für die Gebührenzahler ist als die Abfuhr durch ein Privatunternehmen, hat ein unabhängiger Gutachter im Auftrag der Stadt genau berechnet. Auf der Kostenseite fallen hier vor allem die Investitionen in Müllfahrzeuge, Tonnen und einen geeigneten Standort ins Gewicht.

Grundsätzlich geht es in allen Varianten jedoch nur um die Abfuhr des Mülls und nicht um die anschließende Entsorgung. Für die ist nämlich der Kreis Mettmann zuständig. Das heißt, dass die Monheimer Stadtverwaltung lediglich dafür sorgt, dass der Müll bei allen Haushalten eingesammelt und zur vom Kreis Mettmann festgelegten Sammelstelle gefahren wird. Dennoch kann es sich lohnen, genau nachzurechnen. In den nächsten Wochen wird sich dann entscheiden, ob es eine Ausschreibung gibt oder nicht.

 

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