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Donnerstag, den 1. November 2007 | PETO-Blatt-Artikel

Kinder, Kinder...

von Christian Weiffen

Neulich im Kindergarten: Die zwei dicken Kumpels Thommi und Thommi sitzen im Sandkasten und haben die Idee, eine ganz tolle Sandburg mit allem Zipp und Zapp zu bauen: Drei Burgen, die miteinander verbunden sind, dazu einen gigantischen Burggraben, einen wunderschönen Park und 50 Pferdestellplätze. Das kriegen auch die Wally und der Werner mit (am linken Rand des Sandkastens hört auch die kleine Uschi zu). Darauf sagen die beiden: „Au ja! Lasst uns mitbauen! Aber ihr besorgt die Förmchen!“

Von ihrer Jahrhundertidee getrieben flitzen die beiden Thommis sofort los und organisieren mit diplomatischem Geschick einige schicke Förmchen. Bei ihrer Rückkehr sagen sie etwas zerknirscht und doch stolz: „Wir haben leider nicht genug Material für eine große Burg gefunden, aber wir könnten ein Haupthaus und direkt daneben ein prachtvolles Jagdschloss bauen, dann wäre hier im öden Sandkasten endlich mal wieder was los! Kommt, macht doch mit!“ Aber Werner, Wally und Uschi, die sich bis dato vornehm zurückgehalten hatten, waren tödlich beleidigt. Mit hängenden Mundwinkeln quengelten alle drei: „Menno! Wir wollen aber unser Riesenschloss aus einem Guss, kein doofes Extra-Jagdschloss! Dann lieber gar nix!“

In der letzten Stadtplanungsausschusssitzung spielten sich beim Thema „Rathauscenter III“ frappierend ähnliche Szenen ab. Die von allen favorisierte „große Lösung“ mit einer Erweiterung, die mit dem bestehenden Center verbunden ist, lässt sich aufgrund des Widerstands der sympathischen RC I- und II-Investoren nicht realisieren. Trotz dieses Rückschlages stellte die Verwaltung erneut ein Konzept vor, das ein autarkes neues Gebäude vorsieht, welches aber aufgrund der bereits schon gewonnenen Mietinteressenten, auch die bereits bestehenden Geschäfte beleben könnte.

Um weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen, wurde der Geltungsbereich des betreffenden Bebauungsplans um die umstrittene Lok-Fläche und zwei unverkäufliche Privatgrundstücke reduziert. Bis auf eine Enthaltung und die Gegenstimmen einer Partei, die aus Diskretionsgründen hier nicht genannt wird stimmte die Mehrheit für diese sinnvolle Vorlage. Die nötige EU-weite Ausschreibung, um einen Investor zu angeln, wurde – nach einem weiteren, kläglich gescheiterten roten Blockadeversuch – als dringliche Entscheidung ebenfalls beschlossen. Somit ist ein weiterer Schritt Monheims, aus der Einzelhandels-Steinzeit herauszukommen, gemacht. Das wird aber kein Kinderspiel...

 

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