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Samstag, den 23. Februar 2013 | Blogeintrag

Karneval 2013 – Probier’s mal mit Gemütlichkeit

von Vanessa Serve

Endlich ist es wieder soweit: die fünfte und beste Jahreszeit beginnt und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Die Fragen: Welches Motto wollen wir wählen? Was wollen wir bauen? Werden genügend Helfer kommen? Fragen über Fragen – aber die kreativen Köpfe der PETO wissen schnell eine Antwort. Das diesjährige Motto ist passend zum gemeinsamen Antrag von SPD und PETO zum Wegfall der KiTa-Gebühren und lautet: „Es jubeln Mogli und Balu der Bär, bald gibt es keinen KiTa-Beitrag mehr!“ Da werden sich einige Eltern mit ihren Kindern freuen.

Der Wagenbau läuft anfangs ziemlich gut und die Konstruktion steht im Nu. Die Temperaturen haben uns aber leider an dem einen oder anderen Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem die Farbe wegen der niedrigen Temperaturen eingefroren und abgesplittert ist. Doppelte Arbeit, aber das nimmt man für Karneval ja gerne mal in Kauf ;)

Parallel zum Wagenbau laufen die Vorbereitungen für den Rathaussturm. Gemeinsam mit einigen Verwaltungsmitgliedern wird geprobt, gelacht, getanzt und vor allem geschwitzt ohne Ende. Es wird zu „Cowboy und Indianer“ und „Gangnam Style“ ein Tanz einstudiert, dessen Choreographie von Florian stammt.

Altweiber steht an und alle sind bis auf das Letzte vorbereitet und fit für die tollen Tage. Hausmeister Lars hat beim Dekorieren des Ratssaals wieder alles gegeben. Am Anfang wird das Rathaus verteidigt und während Daniel seine Büttenrede hält, treten die Verwaltungs- und PETO-Mitglieder mit ihren Tänzen auf und sorgen im Ratssaal für Stimmung. Der Applaus ist am Ende groß und die ganzen „Zugabe“-Rufe geben den Tänzern ein positives Feedback.

Hier ein Auszug aus Daniels Büttenrede: „Helau, ihr Jecken hier im Saal. / Seid gegrüßt ein Dutzend Mal! / Wieder mal habt ihr’s geschafft, / obgleich die Gegenwehr war heldenhaft, / ins Monnemer Rathaus einzudringen / und uns Beamten das Helau aufzwingen. / Doch wie ihr vielleicht erkennt / interessiert uns der Karneval im Moment / ehrlich gesagt grad nur am Rande, / wir kämpfen gegen ne ganz andere Bande. / Die Steuersenkung, die der Rat im letzten Jahr beschloss, / brachte ’ne Menge Geld, das ins Stadtsäckel sich ergoss. / Der Überschuss in zwanzig-zwölf betrug 73 Millionen. / Das weckt in der Nachbarschaft so manche Aggressionen. / Dabei hat der Stadtrat genügend eig’ne Ideen, / die auf seiner Liste stehen. / Zuerst wollen wir die Schulden abbezahlen. / Wie’s scheint gelingt’s noch vor den nächsten Wahlen. / Danach soll’n die KiTa-Gebühren sinken / und ab zwanzig-fünfzehn sogar ganz verschwinden. / Das Citymarketing wird weiter aufgestockt, / weil wir hoffen, dass man so Touristen anlockt. / Dass das von außerhalb nicht jedem passt / und mancher eins vor Neid erblasst, / damit können wir doch ganz gut leben, / ohne uns großem Kummer hinzugeben. / Allein das städtische Geld jetzt zu bewachen, / das ist, worüber wir uns Sorgen machen. / Der Sheriff rät uns, alle Dollars sicher zu verstecken, / bevor Banditen und Ganoven sie für sich entdecken. / Wir freuen uns auf’s nächste Jahr, / wenn Langenfeld ganz wunderbar / mit uns in dieselbe Richtung denkt / und die Steuern auch noch senkt.“

Nachdem das Prinzenpaar den Schlüssel erhalten und das Traditionspaar zum 111-jährigen Jubiläum der GroMoKa die Ringe getauscht hat, geht es bei herrlichstem Sonnenschein pünktlich um 11:11 Uhr ans Doll-Eck. Die Monheimer Garden sind wie immer super und haben für Stimmung gesorgt. Es wird mitgetanzt und Helau gerufen bis der Arm schwach und die Stimme heiser wird. Ein gelungener und feierlicher Tag.

Die Mühen beim Wagenbau haben sich gelohnt und bei der Wageneinweihung gibt es einen schönen Orden der GroMoKa für Wagenbaumeisterin Vanessa. Neben einer Bambushütte, in der das Wurfmaterial verstaut werden kann, wird der Wagen mit Figuren verziert. Mogli, Balu, Shirkan und Baghira schmücken den Wagen und die aufgemalten Palmen und der Wasserfall und die angeschraubten Bananen erinnern an einem Dschungel – passend zum Disneyfilm „das Dschungelbuch“.

Beim Baumberger Zug kann man sehen, dass die Kinder und die sonstigen Zuschauer Spaß haben und sich über die Kamelle und die schönen Fußgruppen und Wagen freuen. Wie jedes Jahr ein schönes Erlebnis für PETO-Mitglieder, die dieses Mal als Tiger, Panther, Affen oder Elefanten verkleidet sind. Mogli alias Daniel ist ein großer Hingucker.

An Rosenmontag beim Monheimer Zug ist es nicht anders. Trotz der eisigen Kälte tanzen alle Leute fröhlich zur Karnevalsmusik. Rund 70.000 Karnevalisten schauen sich den Jubiläumszug an und viele Leute haben bei Mottosongs wie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ einfach mitgesungen. Kurz vor Ende des Zuges können wir die älteren Leute am Seniorenheim an der Kirchstraße wieder begeistern, was selbst für uns ein bleibendes Erlebnis bleibt. Das Wetter war super und der Zug wieder viel zu kurz.

Am nächsten Tag sinkt die Stimmung sehr schnell, da es wieder heißt: Wagenabbau! Knapp drei Stunden hat es dieses Jahr gedauert die Pappe und das Holz vom Hänger zu entfernen. Wieder ein schmerzhaftes Erlebnis, weil einem nochmal deutlich wird: Karneval nähert sich dem Ende zu! Nächstes Jahr können wir uns aber freuen, wenn es wieder losgeht. Bis dahin erst einmal: „Dremol Monnem Helau!“

 

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