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Donnerstag, den 10. Mai 2012 | Blogeintrag

Karneval 2012 – „Jo wir schaffen das!“

von Vanessa Serve

Ein leicht verregneter Altweibermorgen, 9 Uhr in Monheim am Rhein: das gesamte Rathaus steht quasi unter Strom. Nachdem der letzte Ballon aufgeblasen wurde, alle Luftschlangen ausgerollt sind und der Chef der Lichtanlage noch einmal jedes Lämpchen zum Test bunt blinken lässt, wuseln immer mehr Bauarbeiter im Rathaus nervös hin und her. Moment mal, Bauarbeiter im Rathaus, ist das nicht eher ungewöhnlich? Doch dazu später mehr.

Voller Spannung wird immer wieder aus dem Fenster geschaut, denn bald heißt es: Das Rathaus muss vor Möhnen, Garden und natürlich dem Prinzenpaar Prinzessin Lisa und Prinz Jörn I. verteidigt werden, denn kampflos wird der Rathausschlüssel nicht einfach hergegeben. Und so wird das närrische Volk am Rathauseingang von dutzenden Verwaltungs- und verschiedenen Parteimitgliedern, allen voran natürlich die PETO, erwartet.

Mit Unterstützung einiger tapferer Feuerwehrmänner gelang es uns zwar, die Übernahme des Rathauses etwas hinauszuzögern, doch trotz des eifrigen Widerstands blieb das Unvermeidbare unvermeidbar. Kin Wiever, Prinzengarde und Co. setzten sich durch und schritten mit ihren adretten Uniformen, teilweise aufgehübscht mit schicken Plastiktüten gegen den Nieselregen, in Richtung Ratssaal.

Dort setzte sich das jecke Treiben selbstverständlich fort. Unter Leitung unseres PETO-Choreografen Florian tanzten wir auf „Bruttosozialprodukt“ und „Celebration“ – der eine Teil von uns als Stars und Sternchen, der andere Teil als Bauarbeiter verkleidet. Letztere zauberten aus dem ja schon vorhandenen Monheimer Tor eine Stadthalle herbei, die schließlich Stars à la Marylin Monroe, Amy Winehouse und Dita von Teese anlockte und bei der Prinzessin Lisa feierlich das rote Band zur Eröffnung durchschnitt.

Das bunte Programm ging noch lange weiter, bis der gesamte Trupp dann schließlich weiterzog. Ziel war die Doll Eck, wo der Straßenkarneval 2012 lautstark eröffnet wurde, selbstverständlich um 11:11 Uhr. Die Auftritte aller Monheimer Garden waren wie immer super, es wurde mitgetanzt und Helau gerufen bis der Arm schwach und die Stimme heiser wurde. Schade nur, dass die Regenwolken einfach nicht abziehen wollten und einen ständigen Nieselregen gen Doll Eck schickten, was ein paar Monheimer leider abschreckte zu kommen. Wir jedoch, mit unseren Bauarbeiterhelmen oder Perücken wie die von Amy Winehouse, waren vom Regen gut geschützt.

Weiter ging es dann am Sonntag, als wir unseren Wagen dann zum ersten Mal auf dem Baumberger Zug präsentierten. Dieses Jahr machten wir uns die bekannte Kinderserie „Bob der Baumeister“ zum Motto und begannen den Bau unseres Karnevalswagens schon Anfang des Jahres. Es wurde gesägt, gebohrt und gestrichen. Auch dieses Jahr wurde der Wagen trotz intensiver Arbeit erst knapp vor den Umzügen fertig. Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn neben einer halbfertigen Stadthalle und einem wunderschönen Baukran, zierten unseren Wagen tolle handgemachte Figuren aus der Serie Bob der Baumeister sowie unser Motto. „Können wir das schaffen?“, fragt Bob ganz laut. „Jo wir schaffen das, die PETO baut.“

Die Freude war groß, als es endlich losging, doch uns betrübte die unstabile Wettersituation. Waren nun alle Mühen umsonst? Verläuft die Farbe bei Regen? Hält die Pappe das aus? Nach einiger Zeit zeigte sich jedoch der Himmel gnädig und schenkte uns sogar einige Sonnenstrahlen zum Beginn des Zuges. Mit guter Laune, lauter Musik und ganz viel Kamelle fuhren wir dann als einer der letzten Wagen los. Es erwarteten uns viele Kinder in umwerfenden Kostümen sowie Erwachsene, die schon in bester Karnevalsstimmung waren. Diese Stimmung hielt bis zum Ende des Zuges an und brachte auch uns viel Spaß beim Verteilen der Kamelle.

Am Rosenmontag setzt unser Wagen dann zur zweiten und letzten Fahrt an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften wir es auch hier einigermaßen pünktlich loszuziehen, nachdem alle Bauarbeiter und der Fahrer eingetroffen waren. Zu Beginn des Zuges war das Wetter jedoch bei langem nicht so schön wie am Tag zuvor, doch das schreckte die Monheimer nicht ab, sich den Straßenkarneval anzusehen. Die Straßen waren gefüllt und das Wetter senkte auch nicht die Stimmung der Monheimer oder unsere. Wir feierten ausgelassen auf Monheims Straßen, und steckten auch viele Zuschauer an unseren Motto-Song aus der Serie mitzusingen.

Der Dienstag brachte dann eine gedrückte Stimmung mit sich, denn es war die Zeit gekommen, den Wagen wieder abzubauen. Nachdem jeder viel Zeit in den Bau investiert hatte, war der Abriss in nur 1,5 Stunden getan.

Belohnt wurde die ganze Arbeit bei der Wagen- und Kostümprämierung des Baumberger Zuges, bei dem wir den 4. Platz belegten. Da freuen wir uns jetzt schon auf das nächste Bauen, das in nur noch weniger als 360 Tagen starten wird.

Bis dahin ein kräftiges: „Dreimal Monnem Helau.

 

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