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Donnerstag, den 31. August 2000 | Pressemitteilung

Umfrage unter Jugendlichen

Völlig zurecht hat die WZ das Umfrageergebnis unter Monheimer Jugendlichen, das letzte Woche vom Jugendamt vorgestellt wurde, als „Absage der Jugend an die Stadt“ bewertet. Anlass für die Umfrage war der PETO-Antrag, in Baumberg ein Jugendcafé einzurichten. Diese Forderung hat sich nun bestätigt. Gleichzeitig bietet die Umfrage, an der über 700 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben, aber eine Menge neuen Zündstoff. Schließlich ist die Unzufriedenheit der jungen Leute in Monheim nun gewissermaßen amtlich.

Sebastian Hansen, Vorsitzender der Jungen Union, schreibt dazu in seinem gestrigen Leserbrief an die WZ, man müsse sich „sofort dem Thema stellen“. Eigentlich hatte ich gehofft, die JU habe sich schon vor der Umfrage mit dem Thema beschäftigt, so dass sie damit nicht jetzt erst beginne müsste. Wie dem auch sei, – denn die Sache ist im Grunde zu ernst für solche Spitzfindigkeiten, – bleibt die Frage, wie man die jungen Leute dieser Stadt ernsthaft in bestehende Einrichtungen und zukünftige Planungen einbeziehen kann. Das Jugendamt, das sich im positiven Sinne wirklich redlich bemüht, kann das nicht alleine leisten. Auch der Ruf der Jungen Union, alle die meckerten, sollten am neu initiierte Kinder- und Jugendparlament teilnehmen oder „in eine Jugendpartei eintreten“, wird wohl nur bedingt erfolgreich sein. Selbst als die Jugendpartei schlechthin, können wir von der PETO nur erreichen, dass sehr viele Jugendliche zu Wort kommen, nie jedoch alle. Von zehn Leuten, die unzufrieden sind, werden sich nicht mehr als zwei auf politischem Wege für Veränderungen einsetzen. Nur weitere Fragebogenaktion sowie Diskussionen von den Verantwortlichen in Jugendeinrichtungen und Schulen mit den eigentlich Betroffenen selbst werden – gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendparlament – Verbesserungen bewirken.

Die etablierten Parteien sollten endlich aufhören, auf die Jugendlichen zu schimpfen, die nicht zu ihnen kommen, sondern selbst auf die Jugendlichen zugehen. Die Umfrage hat schließlich gezeigt, dass man viele Antworten nur dann bekommt, wenn man auch Fragen stellt. Langfristig wird dieser Kurs, bei dem junge Leute sich ernstgenommen fühlen, auch zu mehr Interesse für das führen, was im Rathaus vor sich geht.

Nicht zuletzt deshalb finde ich es schade, wenn der selbst erst 18-jährige Sebastian Hansen seinen Altersgenossen vorwirft, sie hätten „nicht wahrgenommen“ wie sehr die Parteien „offen stehen“. Die Politiker sollten eher „offen“ genug sein, auf andere zuzugehen!

Frau Drescher, die schon am Samstag einen Leserbrief zum gleichen Thema verfasst hat, hat vollkommen Recht, wenn sie Verbesserungen in der Monheimer Jugendpolitik fordert. Solche Veränderungen können allerdings nur – auch da stimme ich mit ihr überein – von der Stadt ausgehen, nicht von den Jugendlichen selbst. Die Aufgabe der PETO sehe ich vornehmlich darin, von jungem Standpunkt aus, immer wieder solche Veränderungen anzuregen.

 

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