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Mittwoch, den 19. Mai 2021

135 Millionen Euro für den Umbau des Monheimer Tors

Stadtrat gibt grünes Licht für Aufstockung

Bereits im Sommer 2018 ist der Entschluss gefallen: Das Monheimer Tor soll auf fünf Geschosse aufgestockt werden und wurde deshalb durch die städtische Einkaufszentren-Gesellschaft aufgekauft. Jetzt liegt das fertige Architektur- und Nutzungskonzept vor. Das Hauptziel dabei ist es, das Monheimer Tor nicht nur umfassend zu erweitern, sondern außerdem auf der Rückseite zu öffnen und somit eine bessere Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Berliner Viertel herzustellen. In drei Jahren könnten dann ein Hotel, ein Kino und ein „Sinn“-Textilkaufhaus die vorhandenen Geschäfte im Erdgeschoss ergänzen. Heute, am Mittwoch, den 19. Mai entscheidet der Stadtrat über die Freigabe der Pläne. Die Entscheidung gilt aufgrund der Unterstützung des Projekts durch die PETO-Fraktion als sicher.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Umsetzungsentscheidung unserem Ziel, Monheims Neue Mitte attraktiv zu gestalten einen bedeutenden Schritt näherkommen“, so Lucas Risse, Ratsmitglied und planungspolitischer Sprecher der PETO-Fraktion. „Das Architekturkonzept überzeugt nicht nur uns, sondern auch eine Vielzahl von Einzelhändlern und Gastronomen. Denn bereits vor Beginn der Bauarbeiten wurden wie im Fall des Textilhändlers ‚Sinn‘ für rund 3.000 Quadratmeter Mietverträge entweder schon abgeschlossen oder sie befinden sich wie im Fall des geplanten Hotels mit seinen 140 Zimmern in finalen Vertragsverhandlungen.“

In den Augen der PETO-Fraktion ist vor allem eins wichtig: Es soll ein attraktiver und vielfältiger Mix entstehen, der vom Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomieangeboten über Modegeschäfte und Dienstleistungen bis bin zu Freizeitangeboten und dem gennanten Hotel reicht. Genauer gesagt sieht das Konzept vor, das Monheimer Tor mit drei prägnanten bis zu fünfgeschossigen Gebäudeteilen zu erweitern und so zu einem markanten Innenstadtbaustein zu entwickeln.

Im ersten Gebäude soll eine Mischung aus Einzelhandelsnutzung in den Untergeschossen sowie Freizeitangeboten wie einem Kino oder einem Fitnessstudio in den Obergeschossen entstehen. Letztere sollen vor allem auch in den Abendstunden zum Verweilen einladen und so die Innenstadt beleben. Beim zweiten Gebäude handelt es sich um ein Hotel auf der Seite der Opladener Straße, das mit seiner gläsernen Fassade einen einladenden Stadteingang bilden soll. Als drittes Gebäude wird ein Parkhaus entstehen, in dessen Erdgeschoss weitere Handelsflächen geplant sind. Wichtig ist hierbei vor allem auch, dass die Rückseite des Parkhauses einladend gestaltet werden soll, sodass statt einer Vorder- und Rückseite des Monheimer Tors zwei gleichwertige Eingänge entstehen. Dieser Eingang soll dann gleichzeitig als direkter Durchgang zum Busbahnhof dienen und so auch außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten bis 24 Uhr geöffnet sein. Zudem soll durch eine vertikale Begrünung eine optische Trennung zwischen den drei Gebäudeteilen entstehen. Das Monheimer Tor wird dadurch nicht mehr wie ein großes zusammenhängendes Gebäude aussehen, sondern optisch in drei Einzelteile gegliedert.

Vor allem aufgrund der Tatsache, dass das Monheimer Tor derzeit voll vermietet ist und somit einen wichtigen Einzelhandelsstandort darstellt, soll der Umbau in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Denn bei einem kompletten Abriss und Neubau des Gebäudes würde ein essentieller Anteil der heutigen innerstädtischen Handelsfläche für mehrere Jahre verloren gehen. Insgesamt ist mit Projektkosten von rund 135 Millionen Euro zu rechnen, die vom Stadtrat bereits zm größtten Teil durch einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 finanziert wurden.

Architekturkonzept von Heine-Architekten herunterladen (pdf, 14,5 MB)

 

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