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Donnerstag, den 18. Juni 2015 | PETO-Blatt-Artikel

Entwicklung in der Schullandschaft

Stadtrat beschließt am 20. Mai die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung

von Florian Große-Allermann

Am 22.04.2015 beriet der gemeinsam tagende Jugendhilfe- sowie Schul- und Sportausschuss über die Entwicklung der Monheimer Schullandschaft in den kommenden Jahren. Dabei stellte der Schulentwicklungsplaner Dr. Garbe sein umfassendes Konzept vor, das viel Bewegung für Monheim und seine Schulen zur Folge haben wird. Für Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen haben wir uns den Zeitraum 2015 bis 2019 vorgenommen.

Ausgangspunkt dabei ist die Tatsache, dass die Schülerzahlen in Monheim in den nächsten Jahren – anders als in den meisten anderen Kommunen in NRW – recht konstant bleiben werden. Im Zeitraum 2015 bis 2023 werden jährlich durchschnittlich etwa 360 bis 400 Kinder im einschulungsfähigen Alter sein. Das entspricht auch den Zahlen der letzten Jahre. Dementsprechend konstant werden daher auch die Zahlen des Übergangs in weiterführende Schulen sein.

Wir müssen bei der Entwicklungsplanung jedoch auch die konzeptionellen Entwicklungen der letzten Jahre stärker beachten. Dazu zählt sicherlich der Ausbau des Offenen Ganztags (OGATA). Zurzeit sind knapp 60% der Monheimer Grundschüler OGATA-Schüler. Das hat zur Folge, dass sich der Raumbedarf der Schulen verändert hat – zum einen hinsichtlich des Unterrichtsangebotes, zum anderen hinsichtlich der Arbeits- und Vorbereitungsplätze der Lehrerinnen und Lehrern. Und auch Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen unterstützen das Team der Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher, was ebenso einen erhöhten Raumbedarf an den Schulen zur Folge hat.

Unter Berücksichtigung dieser Veränderungen hat der Schulentwicklungsplaner in Abstimmung mit Schulamt, Bauamt und den Schulleitungen jede Monheimer Schule in Augenschein genommen. Anschließend hat er standortscharf den jeweiligen räumlichen Ist- und Sollzustand umfassend gegenübergestellt. Es ist nicht überraschend, dass wir an sämtlichen Schulstandorten mehr oder weniger umfassende Veränderungen werden vornehmen müssen.

Bei den Grundschulen kommen dabei die Schule am Lerchenweg sowie die Baumberger Winrich-von-Kniprode-Schule mit den wenigsten Änderungen aus. Hier haben wir durch unsere Beschlüsse des letzten Jahres bereits entscheidende Wegzeichen gesetzt. Beide Schulen erhalten zusätzliche, moderne Neu- bzw. Anbauten, die den ermittelten Bedarf umfänglich decken. Auch die Hermann-Gmeiner-Grundschule befindet sich derzeit in einem verhältnismäßig passablen Zustand im Hinblick auf die Raumbedarfe. Defizite im Raumangebot der drei Grundschulen sowie der Peter-Ustinov-Gesamtschule sollen rasch im kommenden Jahr angegangen und sukzessive bis 2019 abgebaut werden.

Anders sieht dies am Schulzentrum an der Lotten- bzw. Krischerstraße aus. Die dort ansässigen Schulen – Lottenschule und Astrid-Lindgren-Schule – haben große Bedarfe angemeldet. Es fehlt in beiden Standorten an Besprechungs-, Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten für die Erzieherinnen und Erzieher. Noch dringender ist allerdings der Raumbedarf für die Schülerinnen und Schüler. Dieser übersteigt insbesondere im Offenen Ganztag den derzeitigen Bestand. Hier werden wir im kommenden Herbst eine Vorstudie in Auftrag geben, welche uns dann die Möglichkeiten aufzeigen soll, das Schulzentrum an der Lottenstraße bedarfsgerecht zu gestalten.

Auch an der Armin-Maiwald-Schule müssen bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Hier sind es aber weniger die Räumlichkeiten für die Kinder, die Defizite aufzeigen. Vielmehr sind die Personalräume bei weitem nicht ausreichend. Das Lehrerzimmer deckt zurzeit beispielsweise nur etwa ein Viertel dessen ab, was die Lehrkräfte und Erzieher zukünftig an Fläche benötigen werden. Erste Vorplanungen sollen hier in 2016 angegangen werden.

Auch an den weiterführenden Schulen muss in naher Zukunft einiges verbessert werden. Der dringendere Handlungsdruck wird dabei am Schulzentrum Berliner Ring erkannt. Insbesondere die Sekundarschule, die wohl in den kommenden Jahren konstant vierzügig unterrichten wird, meldet Dringlichkeit an. Denn im laufenden Schuljahr werden hier noch 13 Klassen unterrichtet. Im Schuljahr 2017/18 rechnet man hingegen mit 25 Klassen. So fehlen mittelfristig bereits 7 bis 10 Klassenräume. Zudem werden dementsprechend auch die Bedarfe für die Lehrkräfte und Erzieher sowie Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen steigen.

Wir können aber am Berliner Ring die Sekundarschule nicht einzeln betrachten. Auch die Situation des Otto-Hahn-Gymnasiums muss mit berücksichtigen werden. Auch hier fehlt es mittelfristig an Klassen- und Fach- sowie Gruppen- und Inklusionsräumen. Nach der Sommerpause sollen hier erste Vorstudien beauftragt werden, damit wir auch am Berliner Ring zu einer raschen Umsetzung gelangen.

 

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