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Freitag, den 5. September 2014 | PETO-Blatt-Artikel

Jugendförderung in Monheim am Rhein

Themenabend im Rheincafé

von Christiane Walkenhorst-Risse

Wir „Alten“ in der Jugendpartei, besser bekannt unter dem Namen PETO30plus!, hatten zu einem Themenabend über die Förderung der Jugend in unserer Stadt eingeladen. Was lag also näher, als sich im Rheincafé inmitten der Altstadt mit Simone Feldmann zu treffen, die seit Mai 2013 den Bereich „Jugend- und Kinderförderung der Stadt Monheim“ leitet? Mit einem ganzen „Expertenteam“ stand sie uns am 26. Juni zur Verfügung.

Malte, ein Vertreter der 16 verantwortlichen Jugendlichen der PUG und des OHG, sowie Jill Kessel und Eva Heggemann von der städtischen Jugendförderung sind stolz auf ihr Projektergebnis „Rheincafé“. In halbjähriger Planungszeit wurde mit finanzieller und pädagogischer Begleitung ein Betreiberkonzept entwickelt, unter dem das Café im September 2013 eröffnete. Nach einer Pilotphase überarbeitete man Angebote und Öffnungszeiten, Ideen für Aktionen oder Kooperationen wurden auf einer Planungsfahrt entwickelt. Jill Kessel betont die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass immer noch alle Jugendlichen mit im Boot, respektive im Café, sind. Ein tolles Engagement, das hoffentlich lange Bestand hat! Ein Besuch lohnt sich allemal ...

Das Rheincafé gehört zum Arbeitsbereich „Offene Kinder- und Jugendarbeit“, der wiederum der „Jugend- und Kinderförderung der Stadt Monheim“ zugeordnet ist. Veranstaltungen wie Kindertag, Herbstkino, Nacht der Jugendkultur oder Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen gehören dazu. Simone Feldmann betont, wie wichtig es sei, Jugendliche aktiv und freiwillig an der Gestaltung der verschiedenen Angebote zu beteiligen.

Ein weiteres Element der Jugendförderung ist das Jugendparlament der Stadt Monheim, das jeweils für zwei Jahre gewählt wird und monatlich öffentliche Sitzungen im Jupa-Büro im Haus der Jugend abhält. Die Jugendlichen sind 13 bis 16 Jahre alt und entwickeln hier eigene Vorschläge für Politik und Verwaltung zur Verbesserung der Lebensverhältnisse aus jugendlicher Sicht oder organisieren verschiedene Benefiz-Veranstaltungen, Treffen und Partys. Anfang nächsten Jahres wird wieder gewählt, jeweils acht weibliche und acht männliche Vertreter – wir drücken die Daumen, dass es erneut gelingt, eine prima Truppe aufzustellen.

Spielflächen sind ein Aushängeschild für jede Stadt, umso mehr für eine, die sich Hauptstadt für Kinder nennt. Bei der Planung und Gestaltung solcher Flächen leisten Spielplatzscouts wie Jill Kessel und Eva Heggemann aufsuchende Arbeit, um Kontakt zu den Jugendlichen oder Anwohnern herzustellen und später bei eventuellen Konflikten zu vermitteln. Unterstützt werden sie von freiwilligen Spielplatzpaten.

Die Jugendberatung der Stadt Monheim am Rhein (jUB), die junge Leute von 14 bis 27 Jahren in schwierigen Lebenslagen schnell, unbürokratisch und anonym berät, befindet sich am Berliner Ring 5. Sie leistet allgemeine Jugendberatung, Einzelfallhilfe und Jugendberufshilfe. Jörg Wahlers und sein Team bieten individuelle Beratung und Begleitung, aber auch Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen an. Als Ziele nennt er die Verhinderung von Arbeits-, Obdach- und Perspektivlosigkeit. Probleme wie Drogenmissbrauch und Verschuldung tauchen in seinen Beratungsgesprächen ebenso auf wie Fragen nach schulischen und beruflichen Qualifikationen. Manchmal ist die Heranführung an einen geregelten Arbeitstag schon eine große Leistung für junge Menschen, die die Orientierung verloren haben. Die Teilnehmer der Jugendwerkstatt arbeiten für sechs bis maximal 12 Monate im Bereich Holz, Malerei oder EDV. Die meisten Teilnehmer nutzen ihre Chance, beginnen anschließend ein Praktikum und entwickeln somit eine realistische Berufsperspektive.

Am Ende des Themenabends sind wir nicht nur beeindruckt von der Vielfältigkeit der Jugendförderung in unserer Stadt, sondern auch von dem großen Engagement der jeweils Beteiligten, das bei allen Vorträgen deutlich zu spüren war. Viel Erfolg weiterhin!

 

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