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Die frisch gegründete PETO30plus!-Initiative der PETO hat es sich zum Ziel gesetzt, regelmäßig über Vorhaben der Stadt zu informieren und mit allen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Geplant sind dazu Themenabende.
Nach und nach werden Projekte, wie die Umgestaltung der Baumberger Hauptstraße, der Bau des Rathauscenters III oder die Weiterführung der Rheinpromenade in Richtung Baumberg vorgestellt. Der besondere Reiz der Veranstaltung soll darin liegen, dass die Treffen immer am Ort des Geschehens stattfinden werden.
Eingeladen sind natürlich nicht nur PETO Mitglieder, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Bisher haben 12 Themenabende stattgefunden.
Es war kalt, es war dunkel und wir verlegten den Treffpunkt „Rathausvorplatz“ des ersten PETO-30plus!-Themenabends in 2013 kurzerhand in den Windfang des Rathauseingangs. Nach einer Begrüßung durch Daniel Zimmermann und Julia Gerhard, Diplom-Kulturwissenschaftlerin und seit Oktober 2010 Projektleiterin des Ulla-Hahn-Hauses, begaben wir uns als Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf den Weg zum Ulla-Hahn-Haus in die Neustraße 2-4.
Das Äußere des Doppelhauses hat sich im letzten Jahr sehr verändert: Die Backsteinfassade ist restauriert, grüne Fensterläden sind angebracht und der durch die Bauarbeiten ursprünglich zerstörte Vorgarten wirkt weitläufig mit Rasenfläche und ansprechender Buchsbaumbepflanzung. Und wenn im nächsten Frühjahr ein üppiges Frühlingsblumenmeer dort zu sehen ist, wird auch der Vorgarten wieder zum Charakter des Hauses passen. Der Gartenbereich hinter dem Haus soll ebenfalls bald in Angriff genommen werden, um vielfältige Veranstaltungen unter freiem Himmel zu ermöglichen. Ideen dazu gibt es schon viele.
Der einleitende Vortrag Daniel Zimmermanns im Foyer des Ulla-Hahn-Hauses umriss den langen Planungsweg für dieses Projekt: Ist es doch zum einen von der Idee getragen, an eine berühmte „Tochter der Stadt Monheim“ zu erinnern. Zum anderen will es aber auch das Motto des bekannten literarischen und inzwischen auch verfilmten Werks der Schriftstellerin „Das verborgene Wort“ umsetzen: „Mit Schreiben und Lesen fängt eigentlich das Leben an.“ (Schreibübung auf einer Wachstafel aus Mesopotamien, 4.-5. Jhr. n.Chr.). So stand seinerzeit sehr schnell fest, dass das Ulla-Hahn-Haus keine museale Einrichtung mit nostalgischer Erinnerung an bestimmte Räume oder die Badewanne aus der Kinderzeit von Ulla Hahns werden sollte, sondern vielmehr ein zeitgemäßes Zentrum zur Sprach- und Leseförderung, in dem insbesondere Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft mit Literatur im weitesten Sinne in Kontakt kommen.
Mit Julia Gerhard besichtigten wir zunächst das Erdgeschoss, das uns Besucher mit einem einladenden Foyer empfängt: Wir entdeckten Sitzhocker, Informationskästen und eine Litfasssäule zum Informieren oder um Wartezeit zu überbrücken. Zwei modern gestaltete Büros mit kleiner Küchenzeile im Flur komplettieren die Ausstattung des Erdgeschosses. Über eine schwarze Stahltreppe gelangten wir in die erste Etage mit einem ca. 70 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum, dessen neue und offene Dachkonstruktion die beiden Doppelhaushälften überspannt. Fenster an den Längsseiten schaffen eine lichtdurchflutete Atmosphäre, in der wir BesucherInnen - beeindruckt von der Wirkung dieses Raumes - eine ganze Weile benötigten, bevor wir schließlich auf den bereitstehenden Sitzen Platz nahmen, um einem Vortrag durch Julia Gerhard zu folgen. Hatte sie für unsere Veranstaltung Stuhlreihen, Beamer und Leinwand aufgebaut, so stehen für andere Veranstaltungen Tische oder auch kleine Sitzpodeste zur Verfügung.
Mit interessanten Bildern erinnerte Frau Gerhard an den Zustand des 1913 erbauten Elternhauses der international bekannten deutschen Lyrikerin und Schriftstellerin Ulla Hahn. 2009 konnte die Stadt Monheim die daran angrenzende Doppelhaushälfte erwerben, im Jahr 2012 schließlich verbinden und umbauen. Zu den Umbaukosten von 460 000 Euro steuerte das Land 300 000 Euro bei. Fachliche Unterstützung erhält das Projekt durch das Kuratorium des Ulla-Hahn-Hauses, dem neben Ulla Hahn, ihrem Mann Klaus von Dohnanyi, Daniel Zimmermann und Tim Brühland weitere namhafte Personen aus Politik und Literatur angehören.
Das Projekt Ulla-Hahn-Haus versteht sich als Zentrum für Kinder- und Jugendkultur mit den Schwerpunkten Sprach- und Leseförderung sowie Literaturvermittlung. Es unterstützt damit die Anstrengungen der Stadt, durch umfassende und für alle Kinder zugängigen Bildungsmöglichkeiten die Chancengleichheit zu erhöhen, und ist ein Meilenstein auf dem Weg zum erklärten Ziel, „Hauptstadt des Kindes“ zu sein.
Die Angebote des Ulla-Hahn-Hauses richten sich an Kleinkinder bis hin zu jungen Erwachsenen. Daneben gibt es selbstverständlich viele Angebote für Eltern, Familien und Fachkräfte von Kindertagesstätten und Schulen sowie dem Haus der Jugend.
Das Programm ist vielfältig und reicht von SPRACH- UND LESEWOCHEN; HÖRSPIELPLATZ über SCHREIBWERKSTÄTTEN bis zum VORLESETHEATER; von VORLESEPATENSCHAFT und LESEMENTORING über ENTDECKE MONHEIM oder DAS BUCH VORM FILM bis hin zum ULLA-HAHN-AUTORENPREIS und UH!-LITERATURPREIS.
Wie soll die konkrete Umsetzung aussehen? Für Familien werden Familienlesungen, Elternfortbildungen oder die Mitwirkung an den SPRACH- UND LESEWOCHEN von Mo.Ki unter 3 angeboten. THEATER MIT DEN ALLERKLEINSTEN gibt es in den Kindertagesstätten unter der Leitung einer Theaterpädagogin. Der HÖRSPIELPLATZ verfolgt das Ziel der Sprachförderung und der Förderung medialer Kompetenzen, indem ein Hörspiel produziert wird. Jährlich findet in der Woche des „Bundesweiten Vorlesetags“ das Projekt EINE WOCHE VOLLER BÜCHER mit Lesungen, Workshops, Theater und Fortbildungen statt. Kooperationen mit Schulen zeigen sich in Projekten wie GESCHICHTENTEPPICH, in SCHREIBWERKSTÄTTEN, Lesungen mit Autoren oder einem VORLESETHEATER. Dabei soll Weniglesern oder leseschwächeren Kindern mittels theaterpädagogischen Methoden Spaß am Lesen vermittelt werden. Auch weiterführende Schulen beteiligen sich an verschiedenen Projekten: So existiert die VORLESEPATENSCHAFT der Gesamtschule und das LESEMENTORING, das eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW darstellt. Hier werden Jugendliche zu Lesementoren ausgebildet, die regelmäßige Lesestunden in Grundschulen abhalten. ENTDECKE MONHEIM bietet verschiedene Workshops zum Thema Stadt entdecken. Zusammen mit der Autorin Anke M. Leitzgen gab es bereits die erste Veranstaltung für eine Gruppe von Grundschülerinnen und Grundschülern der Schule am Lerchenweg am 30. Januar in Zusammenarbeit mit dem kunsthaus1 von Luda Liebe. LYRIKWORKSHOPS zu Ulla Hahns Gedichten gehören ebenso zur Möglichkeitsvielfalt wie DAS BUCH VORM FILM, ein literaturpädagogisches Angebot zu Filmen und den entsprechenden Büchern. Kinder führen Kreativaktionen wie Improtheater, Comiczeichnen, Schreiben von Filmszenen oder Basteln von Lesezeichen zu einer Buchpassage durch. Die SCHREIBOASE ist eine einwöchige Schreibwerkstatt in den Sommerferien, in der mit SchriftstellerInnen oder anderen Literaturexperten eine eigenständige künstlerische Auseinandersetzung mit Sprache und Literatur stattfindet. Der KULTURRUCKSACK NRW wird erstmals in 2013 durchgeführt und richtet sich an 10- bis 14-Jährige in Monheim und Dormagen, die unter dem Motto „Durch den Fluss verbunden – Piwipp hurra!“ zusammen arbeiten werden. Ein Kooperationsprojekt im vergangenen Jahr bezog Studierende des Studiengangs „Pädagogik der Kindheit und Familie“ an der FH Düsseldorf mit ein. Dieses fand unter der Leitung von Andrea Karimé statt und soll fortgesetzt werden. Das NETZWERK FÜR LESEPATEN vermittelt nicht nur erwachsene Lesepaten in Kooperation mit der Ehrenamtsbörse, sondern bildet diese aus, fördert den Austausch unter den amtierenden Lesepaten bei Netzwerktreffen und unterstützt durch verschiedene Materialien.
Eine besonderes Highlight in der Liste der allesamt beeindruckenden Projekte ist der ULLA-HAHN-AUTORENPREIS, mit dem eine deutsche Autorin/ein deutscher Autor für eine Debütveröffentlichung prämiert wird. Eine Fachjury vergab den Preis, der mit immerhin 6000 Euro dotiert ist, im Jahr 2012 an Nadja Küchenmeister. Der UH!-LITERATURPREIS wird in 2013 erstmals durch eine Jugendjury, bestehend aus Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Peter-Ustinov-Gesamtschule, vergeben. Die SchülerInnen wählen aus den Neuerscheinungen der letzten zwei Jahre ein Siegerbuch aus, dessen AutorIn ein Preisgeld von 2000 Euro erhält. Zukünftig wechseln sich der Ulla-Hahn-Autorenpreis und der Uh!-Autorenpreis ab.
Abschließend berichtete Julia Gerhard, dass sie persönlich und als Kölnerin mittlerweile ganz in Monheim angekommen sei. Ihre Projekte hätten Bekanntheit über die Grenzen unserer Stadt hinaus erlangt, die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern funktioniere vielversprechend und mit dem neu gestalteten Ulla-Hahn-Haus habe sie einen geschützten, in der Publikumsgröße begrenzten Raum gefunden, in dem Kinder und Jugendliche sich neue Fertigkeiten aneignen und erste Erfahrungen bei der Präsentation eigener, selbstgeschaffener Kulturinhalte sammeln könnten.
PETO-30plus! bedankt sich herzlich bei Julia Gerhard, durch die wir in beeindruckender Weise erfuhren, WIE die Entscheidung für ein lebendiges Sprach-Förderzentrum in Monheim umgesetzt wird.
„Auch aus einem bescheidenen Ort kann man in den Himmel springen“ schrieb Epikur. In Monheim arbeiten wir dran!.
nach obenAm 16. Oktober hatte PETO30plus! zum Themenabend „Umgestaltung der Hauptstraße in Baumberg“ eingeladen. Die Veranstaltung erfreute sich sehr großer Resonanz, zahlreiche Anlieger und Interessierte waren in die Gaststätte „Zum Schwan“ auf der Hauptstraße gekommen, um den Vortrag von Bürgermeister Daniel Zimmermann anzuhören.
Schon 10 Minuten vor Beginn platzte der Saal aus allen Nähten, so dass die Flügeltüren zur Gaststätte geöffnet werden mussten, damit alle Interessierte die Präsentation verfolgen konnten.
Die Hauptstraße sei „in die Jahre gekommen“, so Daniel Zimmermann und biete ein unattraktives Erscheinungsbild mit überdimensionierten Verkehrsflächen. Versiegelte Bodenflächen wirkten wenig einladend, Geschäfte und Ladenlokale glänzten mit dem Charme der 70er Jahre und die Parkplatzgestaltung sei nicht einheitlich, Grünflächen fehlten fast gänzlich und zwei Baulücken würden das Bild zusätzlich noch negativ ergänzen. Zudem gebe es bisher noch keine Händlerorganisation wie in Monheim.
Fehlten zum Zeitpunkt eines früheren PETO30plus! Themenabend im Herbst 2009 kurz nach der Kommunalwahl zur Umgestaltung der Hauptstraße die finanziellen Mittel für die Umsetzung, sieht die Haushaltslage derzeit günstiger aus, so dass die PETO-Fraktion im Stadtrat eine Initiative zur Aufwertung der Hauptstraße unterstützen möchte.
Auf der Podiumsdiskussion „Gipfelgespräch“ des KKV auf dem Monberg vor einigen Wochen wurde dieses Vorhaben bereits thematisiert und traf bei allen anwesenden Fraktionsvertretern auf Zustimmung. Nach der erfolgreichen Durchführung von Workshops mit allen Beteiligten bei der Umgestaltung der Krischerstraße im Stadtteil Monheim ist ebenfalls ein Workshop mit allen interessierten Anliegern der Hauptstraße für das Jahr 2013 geplant. Die Umsetzung der Baumaßnahmen kann dann bereits im Jahr 2014 stattfinden. Ähnlich wie die Krischerstraße soll auch die Einkaufsstraße in Baumberg attraktiver gestaltet werden und damit Investitionen im Sinne der Anlieger, Anwohner und Einzelhändler getätigt werden.
Daniel Zimmermann berichtete auch von der bisher schon erfolgten Verbesserung der Grundversorgung des westlichen Bereiches von Baumberg durch die private Investition des Penny-Marktes, hier wurde die Verkaufsfläche von 450 auf 700 m² erweitert und die Stellplätze wurden neu angeordnet. Sanierungsmaßnahmen der Stadt ziehen nach Auffassung Zimmermanns in der Regel auch Sanierungsmaßnahmen privater Investoren nach sich.
Ebenfalls sei auch die Revitalisierung des Einkaufszentrums am Holzweg durch Vergrößerung der zur Verfügung stehenden Verkaufsflächen geplant, indem kleinere Lokale zusammengelegt werden (u.a. auch die Fläche der ehemaligen Post), so dass sich wieder ein Ankermieter wie zum Beispiel ein Drogeriemarkt am Ende des EKZ ansiedelt.
In diesem Zusammenhang verwies Daniel Zimmermann auch auf die erfolgreiche Arbeit des Citymarketings, welches auf Initiative von SPD und PETO im Haushalt 2012 von bisher einer Dreiviertelstelle auf 2,25 Stellen erweitert werden wird.
Da auf der Hauptstraße im Jahr 2014 ohnehin eine umfangreiche Kanalsanierung ansteht, lassen sich durch die gleichzeitig stattfindende Umgestaltung der Hauptstraße Kosten sparen. Den Anwohnern und Einzelhändlern können auf diese Weise zwei umfangreiche Baumaßnahmen zu unterschiedliche Zeitpunkten erspart bleiben.
Bürgermeister Daniel Zimmermann informierte ausführlich über eventuelle Möglichkeiten der Umgestaltung im Zuge der anstehenden Kanalsanierungsmaßnahmen, wobei die Größe der Fahrbahn minimiert und die Bürgersteige optisch aufgewertet und barrierefrei gestaltet werden sollen. Ob die Baumaßnahme in einem oder in mehreren Abschnitten erfolgen wird, ist abhängig von den Vorschlägen der beauftragten Planungsbüros und von Anregungen der Betroffenen in dem Workshop.
Die Kosten für die Kanalsanierung werden durch die Abwassergebühren abgedeckt, die Kosten für die Umgestaltung (ca. 1 Million Euro) übernimmt die Stadt. Die Kosten für die Umgestaltung könnten nach dem Kommunalabgabengesetz nicht auf die Anlieger umgelegt werden, da es sich um eine reine Verschönerungsmaßnahme handele und es sich außerdem bei der Hauptstraße um eine Landstraße handele, die ihren bisherigen Charakter als Durchgangsstraße behalten werde.
Im Anschluss an die Veranstaltung gab es noch eine lebhafte Fragestunde, in deren Verlauf die Bürger ihre Bedenken und Anregungen schildern und mit dem Bürgermeister diskutieren konnten. So wurde die Frage der Einbahnstraßenregelung gerade auch in Bezug auf Fahrradwege angesprochen, Geschwindigkeitsregelungen oder Bushaltebuchten.
Insgesamt war der PETO30plus! Themenabend eine erfolgreiche Veranstaltung, da das Angebot den Anliegern schon im Vorfeld der Planungen öffentlich die Möglichkeit zu Diskussionen und frühzeitigen Nachfragen oder Anregungen zu geben, in großem Maße angenommen wurde.
nach obenAm 5.7.2012 hatte Peto30plus! zu einem weiteren Themenabend mit dem Schwerpunkt „Rheinanleger und Stadteingang Krischerstraße“ eingeladen. Eine stattliche Zahl von ungefähr 50 Bürgerinnen und Bürger nahm das Angebot an, sich vor Ort von Bürgermeister Daniel Zimmermann aus erster Hand über den aktuellen Planungsstand informieren zu lassen.
Umgestaltung Stadteingang Krischerstraße/Rheinpromenade
Die Umgestaltung im Ortseingangsbereich Krischerstaße / Ecke Rheinpromenade verfolgt seiner Aussage nach das Ziel, an dieser Stelle für Monheim einen repräsentativen Stadteingang zu schaffen, der die Verflechtung sowohl mit der attraktiven Rheinpromenade als auch mit dem bereits vorhandenen und noch entstehenden Gewerbe im Rheinpark herstellt. Dabei soll es eine Überplanung der sehr breiten Einmündung in die Krischerstraße geben. Ziel ist eine Minimierung der Verkehrsflächen. Der Erhalt der bisherigen Zufahrt in die Krischerstaße in reduzierter Form, aber auch die Verlegung der Straßenführung Richtung Shellgebäude ist laut Daniel Zimmermann denkbar.
Bei der Umgestaltung erhält das circa 3500qm große städtische Grundstück, das zurzeit als recht unattraktiver Parkplatz genutzt wird, eine große Bedeutung für die Gänselieselstadt. Einen Investor für das ambitionierte Ziel gäbe es bereits: Rainer Kohl, der in Düsseldorf das Planungsbüro Rheinland LO-projects GmbH betreibt. Er ist in Monheim nicht unbekannt, hat er doch Schloss Laach beeindruckend umgebaut und auch die Pläne für den Rheinanleger entworfen. Für den Bereich Krischerstraße / Rheinpromenade gibt es erste Ideenskizzen des renommierten Architektenbüros Tilke aus Aachen, mit dem Kohl zusammenarbeitet.
Weitere drei Planungsbüros sind von der Stadt mit der Aufgabe betraut worden, Vorschläge für eine Umgestaltung zu entwickeln. Dabei gibt es weder Denkverbote noch eine Festlegung auf ein bestimmtes Modell zu diesem frühen Planungszeitpunkt. Die Ergebnisse der beteiligten Planer und der vorliegende vorläufige Planungsentwurf des Büros Tilke für den Investor wurden am 9.7.2012 im Ratssaal vorgestellt und anschließend diskutiert.
Alle beteiligten Planer haben eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen: Gilt es doch, völlig unterschiedliche und sehr markante Punkte zu berücksichtigen und einzubinden. Gemeint sind hier die alte Marienkapelle, das ehemalige Shell-Verwaltungsgebäude und das Hochhaus am Rhein. Während die beiden erstgenannten jeweils als attraktiv und sehenswert beschrieben werden können, ist das Hochhaus in der Architektur der 60er Jahre nach heutigen Gesichtspunkten sicherlich nicht als ästhetisch gelungen zu bezeichnen. Aus diesem Grunde sollen zum einen die Sichtachsen auf das Shell-Gebäude und die Kapelle erhalten, zum anderen aber die Dominanz des Hochhauses gebrochen oder zumindest abgeschwächt werden. Ausgehend von diesen Überlegungen entstand das Modell des Investors Kohl, das den Namen „Meteor“ trägt: Es wirkt wie ein asymmetrischer, kristalliner Himmelskörper, der in Höhe und Art der Gestaltung die Blicke der Menschen auf sich ziehen soll. Deshalb ist nicht verwunderlich, dass sich auf ein hohes Erdgeschoss von über fünf Metern an zwei Stellen drei bzw. vier weitere Geschosse setzen - natürlich asymmetrisch gebaut und mit einer Aussparung in der Mitte. Das entspricht an seiner höchsten Stelle bei einem der Gebäudeteile ungefähr der Höhe des Rheinhochhauses.
In dem neuen Komplex könnten überwiegend Gewerbe treibende Firmen eine neue Heimat finden, eventuell sind auch Wohnungen im oberen Bereich eine Option. Für das Erdgeschoss eines solchen Gebäudes gäbe es bereits einen heißen „Aspiranten“. Daniel Zimmermann spricht von einem Autohaus im höchsten Preissegment, das Verkaufs- und Werkstattbereiche anbieten möchte.
Eine große Tiefgarage, die beide Gebäude unterirdisch verbindet, soll den Parkbedarf decken: Das gilt nicht nur für Mitarbeiter und Besucher im „Meteor“, sondern auch für Besucher der umliegenden Gastronomie oder der Rheinpromenade ganz allgemein.
Wichtig ist Daniel Zimmermann die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, die in Workshops über anstehende Planungen informiert sowie in weiteren Veranstaltungen durch eigene Vorschläge „mit ins Boot“ genommen werden sollen.
Für das noch freie, nahezu quadratische Grundstück zwischen alter Abfüllanlage und Shell-Verwaltungsgebäude gibt es Überlegungen, ein Hotel oder Boardinghouse zu errichten, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ortsansässiger Firmen oder Studentinnen und Studenten der HFU Wohn- bzw. Übernachtungsmöglichkeiten mieten könnten. Das Grundstück ist bis Dezember von einem Investor optioniert, der nach geltendem Bebauungsplan ein Gebäude von maximal circa 16 m x 10 m in einer Höhe von maximal 25 m errichten könnte.
Entwicklungsstand beim Rheinanleger
Der geplante Rheinanleger ist ein mit öffentlich zugänglichem Sonnendeck ausgestatteter Büro- und Gastronomiekomplex, der in seiner Gestaltung als futuristisches Gebäude in lamellenartiger, luftiger Architektur einem Schiffskörper nachempfunden ist. Daniel Zimmermann hatte die aus der Presse bekannten Pläne mitgebracht, um den Veranstaltungsteilnehmerinnen und –teilnehmern Lage und Ausrichtung des Gebäudes an der dafür vorgesehenen Stelle anschaulich zu erklären. Von Interesse war für die meisten insbesondere die rückwärtige, zum Rhein gelegene Gestaltung mit dem planungsrechtlichen Zankapfel „Tiefgarage“. Zur Erinnerung: Der Investor Kohl hatte ein einfaches Genehmigungsverfahren nach Landeswassergesetz beantragt und unter Mitwirkung des Staatlichen Umweltamtes Krefeld einen rechtskräftigen Bebauungsplan erwirkt. Die Bezirksregierung verlangte dann jedoch ein „großes“ wasserrechtliches Planungsfeststellungsverfahren. Vorgelegt wurden mittlerweile ein nachträglich angefordertes hydraulisches Strömungsgutachten und Pläne zur Schaffung von Ausgleichsflächen für den verlorenen Retentionsraum. All dies führte bisher jedoch immer noch nicht zu einer Genehmigung seitens der Bezirksregierung. Daniel Zimmermann verweist auf die Meinung beteiligter Juristen, die davon ausgingen, dass Kohl Anspruch auf Genehmigung habe. Lediglich eine Verzögerung im schlimmsten Fall von ca. zwei Jahren sei jetzt noch denkbar. Weitere Gespräche mit der Bezirksregierung ständen aus. Stadt und Investor würden dabei vom Kreis Mettmann unterstützt.
Planungs- und Baufortschritte im Rheinpark
Der Rheinpark an der Wasserachse füllt sich mehr und mehr: Neben dem Gebäude von TVMania GmbH fand vor kurzem der Spatenstich für ein weiteres Gebäude von ungefähr gleicher Größe statt. Eine Gruppe aus zwei chinesischen und einer Hildener Firma wird hier ihren Firmensitz erhalten. Unmittelbar vor dem Monberg entsteht zurzeit ein weiteres großes Gebäude auf dem rückabgewickelten Grundstück der Firma Doosan. Das Unternehmen Kadans Real Estate, das Immobilienprojekte, deren Bau und langfristige Vermietung anbietet, hat das oft als „Filetstück“ bezeichnete Grundstück erworben und vermarktet es jetzt als „Rheinparkcarree“. Nach Aussage von Kadans sind bereits 80 % des Gebäudes vermietet. In den oberen Etagen werden die Firmen Deutsche Leasing, Deutsche Anlagen-Leasing und das Bauunternehmen Goldbeck mit insgesamt circa 200 Beschäftigten arbeiten. Im Erdgeschoss ist ein sogenanntes „Business-Center“ geplant, das kleineren Firmen die Möglichkeit bietet, mit einem zentralen Empfang und z.B. einer gemeinsamen Telefonzentrale repräsentative Büroräume flexibel anzumieten. Ein solches Modell hat es bisher in Monheim noch nicht gegeben. Die wirtschaftliche Absicherung durch die großen Ankermieter lässt dieses von Kadans und der Monheimer Wirtschaftsplanung entwickeltes Projekt zu.
Für das Nebengrundstück besteht ebenfalls eine Option für das Unternehmen Kadans, das dort in den nächsten Jahren ein Schwestergebäude errichten könnte.
Entwicklung des Monbergs
Auch wenn die Gebäude im Rheinparkcarree einen kleinen Teil des Ausblicks vom Monberg nehmen, bleibt dennoch nach Meinung Daniel Zimmermanns ein herrlicher Ausblick auf den Verlauf des Rheins in beide Richtungen erhalten. Der Monberg stellt mittlerweile mit seiner Gastronomie und seinen interessanten Zusatzveranstaltungen ein Ziel in Monheim dar, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Nachdem der Investor Hofbräu den Bau der Monberg-Hütte ermöglichte, können jetzt Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg angeboten werden. Auch der Außenbereich mit Biergarten und Sandstrandbereich sind regelmäßig stark frequentiert und gewährleisten für den Betreiber eine Kostendeckung über das ganze Jahr hinweg.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab Daniel Zimmermann einen kurzen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Stadt Monheim, die sich in nahezu atemberaubender Geschwindigkeit positiv entwickelt. Abschließend fanden in gemütlicher Runde lebhafte Diskussionen über die vermittelten Informationen statt.
nach obenAm 24. Mai 2012 fand im Haus der Chancen ein weiterer, gut besuchter Themenabend statt. Schwerpunkte sollten die Vorstellung des Hauses der Chancen inkl. einer Führung durchs Haus, aber vor allem das Ziehen einer Zwischenbilanz bezüglich der Ergebnisse auf dem Weg zur im Oktober 2010 ausgerufenen Hauptstadt des Kindes im Jahre 2020 sein.
Referentin an diesem Abend war Annette Berg, die Bereichsleiterin des Bereichs Kinder, Jugend und Familie sowie Beauftragte für Kinder und Familien ist und innerhalb der Stadtverwaltung alle Maßnahmen im Zusammenhang mit diesem strategischen Ziel steuert.
Das Haus der Chancen wurde am 1. Oktober 2010 bezogen und beheimatet die Suchtberatung AWO Kreis Mettmann e.V., das beratungscentrum e.V., die Erziehungsberatungsstelle der Städte Monheim am Rhein und Langenfeld, die Familienhilfe Monheim (SKFM, AWO Kreis Mettmann, Diakonisches Werk Leverkusen), die Tagesgruppe der Stadt Monheim (ca. 7 schwer erziehbare Kinder im Schulalter bis 12 Jahre) und die Jugendamtsverwaltung (ASD, Kitas, Elternbeiträge, Beistände, JGH, PKD) und ein Bistro, das jeder besuchen kann und wo man auch zu einem günstigen Preis zu Mittag essen kann. Im Haus der Chancen arbeiten u.a. Psychologen, Pädagogen, Familientherapeuten, Sozialpädagogen etc. und es gibt auch eine Schuldnerberatung.
Vom Haus der Chancen können durch die Zentrierung der thematisch zusammenhängenden Einrichtungen gemeinsame Veranstaltungen leichter koordiniert veranstaltet werden. Als Erfolg kann verbucht werden, dass 2011 100 Familien mehr als im Vorjahr beraten werden konnten. Das Haus wird insgesamt sehr gut angenommen.
Das Haus der Chancen ist bewusst im Berliner Viertel gebaut worden, um dort vor Ort zu sein, wo die meisten sozialen Probleme existieren und um die Berührungsängste mit den zuständigen Institutionen so gering wie möglich zu halten.
Inzwischen ist es gelungen, Kita-Plätze für 100 % aller in Monheim lebenden Vierjährigen zu schaffen und Betreuungsplätze für ca. 35 % der U3-Kinder. Damit liegt Monheim am Rhein im Durchschnitt der Kommunen im Kreis, steht aber besser da als z.B. Großstädte. Außerdem können Tagespflegeplätze mit quailifizierten Tagesmüttern vermittelt werden. Es gibt auch spezielle Kindergärten (Bewegungskindergärten, Bildungskindertagesstätten, den Waldkindergarten und ein Montessori-Kindergarten wird derzeit entwickelt). Die 16 Kitas in Monheim (von 6 verschiedenen Trägern) arbeiten teilweise mit den Betriebskindergärten von Bayer und UCB zusammen.
Bis 2020 sollen optimale Zukunftschancen für alle Kinder in Monheim am Rhein gesichert werden. Voraussetzungen dafür sind ein ideales kinder- und familienfreundliches Umfeld, herausragende Infra- und Angebotsstrukturen für Kinder, Erkennung von prekären Lebenslagen und vor allem der Focus auf frühe Förderung zur Erlangung der Chancengleichheit.
So ist Monheim bereits vorbildlich in der Frühförderung von Kindern, um mögliche Probleme so früh wie möglich zu erkennen, die Familien zu begleiten und spätere Probleme dadurch zu minimieren bzw. zu vermeiden.
In Monheim am Rhein werden im Schnitt 400 Kinder pro Jahr geboren. Jedes 10. Kind wächst mit einem alleinerziehenden Elternteil auf. Es gibt sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund.
Zwei der wichtigsten Programme sind Mo.Ki und MoMo. Beide Programme sind sehr erfolgreich und inzwischen überregional bekannt und anerkannt. Mitglieder anderer Kommunen hospitieren manchmal in Monheim, um diese kennenzulernen und in ihren eigenen Kommunen einzuführen. Teile dieser Programme haben beispielsweise auch dazu geführt, dass sie aufgrund ihres Erfolges bei der Frühförderung von Kindern bundesweit Beachtung fanden und in einzelnen Punkten übernommen und sogar in Gesetzen verankert wurden.
Mo.Ki fördert Bildungschancen, insbesondere von armen Kindern mit einer bundesweit anerkannten Strategie. MoMo fördert die musikalische Bildung aller Kinder in Monheim am Rhein mit einem ebenfalls bundesweit anerkannten Konzept. MoMo ist eine flächendeckende, strukturierte Kooperation mit allen Grund- und Förderschulen der Stadt, die aus vier Angebotsbausteinen besteht:
Auch in den Kitas gibt es kostenlosen Musikunterricht im letzten Jahr. Am Ende des Jahres wird ein Musical aufgeführt. So konnte eine Vernetzung von Kultur und Bildungseinrichtungen erreicht werden.
Mo.Ki untergliedert sich in die Stufen 0 – IV (0: 0-3 Jahre, I: 3-6 Jahre, II: 6-10 Jahre, III: 10-18 Jahre, IV: 18- ca. 27 Jahre), die alle miteinander verzahnt sind.
In Monheim am Rhein leben derzeit ca. 8400 Kinder im Alter von 0 – 18 Jahren. 33,4 % davon leben im Berliner Viertel, 1577 Kinder stammen aus Familien, die Leistungen nach SGB II beziehen, das sind 19 %.
Eine erfolgreiche Aktion in der Weihnachtszeit war die Weihnachtssternaktion. Bürger spenden für Weihnachtsgeschenke für Kinder aus armen Familien und erhalten im Gegenzug einen Weihnachtsstern. Diese Aktion war sehr erfolgreich und wird dieses Jahr wiederholt.
Sprachauffälligkeiten gibt es hier bei jedem 2. Kind. Daher setzt man in Monheim ganz besonders auf die Frühförderung. Jedes Kind, das in die Kita kommt, wird einer diagnostischen Untersuchung unterzogen. In den Schulen arbeiten neben den Pädagogen auch Sozialpädagogen und Sprachheilpädagogen.
Jedes neu geborene Baby wird in seiner Familie von einer Betreuerin des Jugendamtes besucht und mit einem Begrüßungspaket mit kleinen Geschenken bedacht sowie über vielfältige Hilfsangebote informiert. So hat das Jugendamt einen Überblick über jede neue Familie und kann sich ein Bild über eventuelle Problemfälle machen und rechtzeitig Hilfe anbieten bzw. einschreiten.
Die Finanzierung von Mo.Ki erfolgt überwiegend von der Stiftung Wohlfahrtspflege, die beispielsweise für Mo.Ki 0 700.000 Euro bereitgestellt hatte und jetzt für Mo.Ki III 800.000 Euro (in insgesamt 3 Jahren). Damit wird Mo.Ki im Sommer erstmals an einer weiterführenden Schule starten.
Bereits jetzt sind Erfolge sichtbar. So hat sich die Anzahl der Kinder aus dem Berliner Viertel, die als weiterführende Schule das Gymnasium und nicht die Hauptschule wählen, stark erhöht. Durch MoMo hat jedes Kind, vor allem aber auch Kinder aus ärmeren Familien die Gelegenheit, sein Interesse oder Talent im musikalischen Bereich zu entdecken.
Im Anschluss an den kurzweiligen und informativen Vortrag von Frau Berg gab es noch eine lebhafte Diskussion. Zum Schluss führte Frau Berg durch das Haus der Chancen.
Abschließend kann festgestellt werden, dass Monheim am Rhein mit den Programmen Mo.Ki und MoMo umfassende Modelle für die Entwicklung und Chancengleichheit aller Kinder entwickelt hat und auf einem sehr guten Weg zur Hauptstadt des Kindes ist.
nach obenAm 29. Februar 2012 fand im Baumberger Bürgerhaus ein Themenabend zur Haushaltssituation und zur Wirtschaftsförderung statt.
Daniel Zimmermann erläuterte interessierten Bürgerinnen und Bürgern, wie sich die derzeitige Haushaltssituation darstellt und welche Chancen daraus für die Zukunft der Stadt Monheim am Rhein erwachsen, insbesondere im Hinblick auf die Wirtschaftsförderung.
Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen 2011 ca. 50 Millionen Euro. Da zwei große Gewerbesteuerzahler große Beträge nachzahlen mussten, ergab sich statt eines Minusbetrages von 20 Millionen Euro ein Plus von 13 Millionen Euro.
Damit wurde für 2012 erstmals wieder ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt und die Stadt Monheim am Rhein wurde vom Nothaushalt der vergangenen Jahre (und damit der Kontrolle durch den Kreis Mettmann) befreit.
Daniel Zimmermann wies eindrücklich darauf hin, dass man jetzt jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen könne, sondern im Hinblick auf die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen der nächsten Jahre insbesondere die daraus resultierenden Abgaben an den Kreis und das Land umsichtig und mit Augenmaß wirtschaften werden müsse.
Kommunen mit niedrigem Hebesatz werden „bestraft“, müssen also mehr abführen, Gemeinden mit hohem Hebesatz werden quasi „belohnt“, indem sie weniger abführen müssen.
Der Grund dafür ist, dass die Gemeinden sich nicht gegenseitig im Wettbewerb unterbieten und außerdem unterstützt diese Regelung die Solidaritätsgemeinschaft, also wohlhabendere Gemeinden sollen die ärmeren Gemeinden unterstützen. Davon hat auch Monheim in den vergangenen Jahren profitiert und jetzt profitieren finanziell schlechter gestellte Kommunen von Monheim.
Der Umlagehebesatz an den Kreis Mettmann beträgt zur Zeit 41,8 %!
Durch die Hebesatzsenkung müssen nicht nur die Einnahmeverluste kompensiert werden, es sind also auch noch die bereits erwähnten steigenden Umlageanteile zu berücksichtigen.
Aber die Akquise und Werbekampagnemaßnahmen ( z.B. die Werbung auf Linienbussen „Das Schönste an Düsseldorf ist die Nähe zu Monheim am Rhein“) zeigten bereits eine positive Wirkung und gestiegenes Interesse für den Standort Monheim am Rhein.
Die Gewerbesteuerhöhe ist dabei sehr entscheidend und so wurden bereits im 3. Quartal 2011 Gespräche mit allen Fraktionen zur Gewerbesteuerentwicklung geführt und im August 2011 wurde von allen Fraktionen eine Absichtserklärung unterzeichnet, den Gewerbesteuerhebesatz 2012 auf 300 Punkte zu senken.
Dieser Hebesatz ist Anfang des Jahres in die Haushaltsberatungen eingebracht worden und soll im März 2012 mit dem Haushalt verabschiedet werden.
Somit wurden allein 2011 ca. 1500 neue Arbeitsplätze geschaffen (100 davon im Monheimer Tor), das sind genauso viele Arbeitsplätze wie in den 10 Jahren zuvor zusammen.
Für 2012 und 2013 wird ein Überschuss eingeplant, 2014 wird es eine Delle geben, bedingt durch die Kreis- und Gewerbesteuerumlage, die mit 2-jähriger Verzögerung abgeführt werden muss. 2014 wird Monheim voll kreisumlagepflichtig werden.
Für 2012/13 ist geplant, 40 Millionen Euro Schulden abzubauen. Danach muss man sehen, dass neue Unternehmen an Land gezogen werden, um die Hebesteuersenkung und die volle Kreisumlage zu kompensieren.
Der Kämmerer und der Bürgermeister haben bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass mit dem derzeit existierenden Überschuss nicht alle bestehenden Wünsche befriedigt werden können, weil erst Schulden getilgt werden müssen und in ca. 2 Jahren überprüft werden muss, ob die Strategie aufgeht, erst dann können ggf. weitere Ausgaben getätigt werden.
Auf jeden Fall muss auch erst mal der Verzehr der städtischen Vermögenswerte gestoppt werden.
Es muss weiterhin ein überregionaler Effekt auf ansiedlungswillige Unternehmen ausgeübt werden. Mit allen Fraktionen soll eine Abstimmung erfolgen über eine neue Flächenpolitik und eine neue Ansiedlungskritik. Dabei geht es vor allem um hohe Gewerbesteuerzahler.
So soll das Weidental weiter vermarktet werden, am Knipprather Busch sind noch 5000 m2 frei, am Rheinpark 68.000 m2 und am Kielsgraben noch 11.500 m2. Am Monbagsee gibt es noch eine Fläche von 26.700 m2 zu vermarkten (ggf. Wohnbebauung) und in Baumberg noch ca. 9000 m2 (ggf. Edeka und Wohnbebauung).
Insgesamt stehen noch ca. 150.000 m2 Fläche zur Vermarktung zur Verfügung.
2012/13 wird die Stadt 37 Millionen Euro Schulden abbauen.
Für die Erwirtschaftung von Überschüssen ab 2014 sind weitere Ansiedlungen gewerbesteuerstarker Unternehmen nötig.
Ein echter Entschuldungsplan kann erst dann erstellt werden, wenn klar ist, welche Auswirkungen die neue Wirtschaftsförderungsstrategie entfalten wird.
Gewerbeansiedlung wird dabei der Vorzug gegeben vor Wohnbebauung, da sie lukrativer ist. Die gesamte Grundsteuer beträgt im Jahr „nur“ 7 Millionen Euro.
Dennoch bleibt zu bedenken, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt in den nächsten 5-10 Jahren durch die Ansiedlung von Ecolab steigen wird. Geplant ist u.a. Wohnbebauung am Krämersee und Bregenzerstrasse.
nach obenAm 02.12.2011 veranstaltete PETO 30plus einen Themennachmittag/-abend über die Einzelhandelsentwicklung in Monheim am Rhein.
Daniel Zimmermann und die City-Managerin Petra Mackenbrock begrüßten um 17 Uhr an den Pavillons auf der Krischerstraße ca. 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger.
An Ort und Stelle sollten während eines Rundgangs Informationen über geplante Maßnahmen zur Belebung des Einzelhandels in der Innenstadt erläutert werden sowie bereits realisierte Projekte besucht werden.
Eine Möglichkeit, die Krischerstraße zu modernisieren wäre, die Pavillons, die bis auf den Kiosk-Pavillon in den vergangenen Jahren häufig leerstanden zugunsten einer verbreiterten Krischerstraße abzureissen und den Ladenlokalen die Möglichkeit zu einer erweiterten Straßengastronomie zu bieten, um das Flanieren auf der Straße attraktiver zu gestalten.
Ein Planungswettbewerb soll unter drei Planungsbüros ausgeschrieben werden. Die Ergebnisse und mögliche Lösungen werden dann vor einer Umsetzung mit den Einzelhändlern bzw. Eigentümern der anliegenden Geschäfte diskutiert werden.
Die Parkplätze sollen dabei in ihrer Summe erhalten bleiben.
Im Sommer 2012 wird es im Anschluss an den neuen Busbahnhof eine Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Krischerstraße/Alte Schulstrasse/Gartzenweg geben.
Verschiedenen Möglichkeiten sind noch in der Planung, z.B. ein Mini-Kreisverkehr, der in der Mitte für große Fahrzeuge befahrbar bleibt oder eine „normale“ Kreuzung, die jeweils in die Umgestaltung des Rathausvorplatzes einbezogen wird. Die Hecke entlang des Rathausvorplatzes wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und Transparenz verschwinden, Bänke und Sitzgelegenheiten sind geplant, die zusammen mit der Bodengestaltung fächerförmig auf den Haupteingang des Rathauses zulaufen sollen.
Ein Kreisverkehr hätte den Vorteil, den Bürgersteig vor dem Café Primavera zu erweitern, was zu einer vergrößerten Aussengastronomie führen würde. Problematisch wäre die Variante der „normalen“ Kreuzung, da die Einmündung Alte Schulstrasse sowie die Einmündung Gartzenweg sich nicht genau gegenüberliegen, was in den vergangen Jahren für die Linksabbieger (sowohl Autos als auch vor allem Fahrradfahrer) immer wieder problematisch gewesen ist.
So würde die Variante Mini-Kreisverkehr mit der Befahrbarkeit vor allem für den Busverkehr erhebliche Vorteile bringen. Die Bauzeit würde für beide Varianten ähnlich sein. Von der Verkehrsfläche unterscheiden sich die Varianten in lediglich 20 m2 verbauter Fläche (350m2 und 330m2).
Bei der Variante Kreisverkehr muss natürlich auch die Zufahrt zu den Parkplätzen der Bücherstube Rossbach gewährleistet sein.
Zu längeren Bauzeiten kann es lediglich deswegen kommen, weil gleichzeitig ein lange geplantes Bauvorhaben in der Alten Schulstraße (Kanalbauarbeiten) realisiert werden muss. Die Kanalrohre müssen durch Rohre mit erheblich vergrößertem Radius ausgetauscht werden.
Derzeit werden weitere Varianten der Kreuzungsumgestaltung erarbeitet, da es unter den Anliegern Vorbehalte gegen einen Kreisverkehr im bisher geplanten Maße gibt.
Nach einer Diskussion mit anliegenden Einzelhändlern und Eigentümern über die verschiedenen Varianten wird es voraussichtlich im März/April eine Entscheidung über die Gestaltung des Kreuzungsbereiches geben.
Nach dem Bau des Monheimer Tors und der Umgestaltung des Busbahnhofs wirkt der Centerbogen übersichtlicher, moderner und großzügiger, auch durch die Verringerung der Anzahl der Taxiplätze. Vom Land kamen für den Umbau ca. 85 % der entstandenen Kosten.
Die Umgestaltung des oben erwähnten Kreuzungsbereiches konnte nicht in einem Zug realisiert werden, weil die Landeszuschüsse auch nur in Etappen fließen und die Umgestaltung daher den finanziellen Möglichkeiten angepasst werden musste.
Der zum Busbahnhof liegende Eingang zum Rathauscenter wird noch erfolgen. Der Bauantrag des Rathauscentermanagements wurde erst kürzlich gestellt und wird zügig von der Stadt bearbeitet werden, damit die Niveaus angeglichen werden können und der Eingang barrierefrei gestaltet werden kann.
Die Tiefgarageneinfahrt sollte ursprünglich verlegt werden, aber das Angebot der Stadt, 60 % der Umbaukosten zu übernehmen, wurde vom Rathauscentermanagement abgelehnt. Die Vermutung liegt nah, dass keine Investition mehr getätigt werden wollte, weil das ganze Objekt (Rathauscenter I und II ) derzeit zum Preis von 18 Millionen Euro zum Verkauf steht.
Bei gegenseitiger Rücksichtnahme von Fußgängern und den die Tiefgarage frequentierenden Autos ist aber auch die momentane Situation akzeptabel. Die Autofahrer werden demnächst noch über ein Warnschild zur Rücksichtnahme auf die querenden Fußgänger aufmerksam gemacht, ggf. werden auch reflektierende Barrieren aufgebaut.
Außerdem wurden in der Zwischenzeit Flugblätter an die Autofahrer verteilt, um sie für die besondere Situation zu sensibilisieren.
Ein Fernziel ist allerdings, die TG-Zufahrt zu entfernen und die Zufahrt vom Berliner Ring aus zu ermöglichen. Die Stadt wird dieses Vorhaben mit 600.000 € bezuschussen. Das Angebot der Stadt bestand von Anfang an und wurde zum damaligen Zeitpunkt vom Rathausmanagement abgelehnt.
Das Monheimer Tor, in das 16 Millionen Euro investiert wurden, ist gut angenommen werden und trägt zu einer Attraktivität der Einzelhandelsentwicklung in Monheim bei. Deichmann und Ernsting’s Family sind ins Monheimer Tor umgezogen, der Leerstand wurde durch ein Schuh-Outlet und eine Erweiterung von Bianco-Moden ausgeglichen.
Über dem Eingang vom Monheimer Tor ist in Höhe des Parkdecks ein Fensterbereich zu sehen, wo später ein Café mit Ausblick auf den Busbahnhof einziehen soll.
Inzwischen ist auch die Benutzung des Parkdecks des Monheimer Tors in der 1. Stunde kostenfrei.
Der Kaufpark, der auch gerade umgebaut und attraktiver gestaltet wurde hat noch eine Betriebspflicht von 2-3 Jahren. Sollte sich der Supermarkt danach aus Monheim zurückziehen wollen, wäre die Möglichkeit für die Ansiedlung eines Fachmarkts für Elektronik gegeben. Wichtig für eine solche Ansiedlung wäre, dass das Umfeld, also das Einzugsgebiet potentieller Käufer dahingehend entwickelt, dass ein solcher Markt Chancen für eine Ansiedlung sieht, wobei mit dem Bau des Monheimer Tors ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden ist.
Frau Mackenbrock berichtete von einer mit IHK zusammen durchgeführten Kundenbefragung 2005 und 2011. Dabei konnte man erfahren, dass 2011 im Vergleich zu 2005 viel weniger Kunden mit dem Auto in den Innenstadtbereich kommen als damals. Bei der Frage nach dem Parkplatzangebot ergab sich, dass es derzeit kein Parkplatzproblem gibt.
Die Einzelhändler hatten sich eine Reduzierung der Parkzeit von 2 auf eine Stunde gewünscht, was auch inzwischen umgesetzt wurde.
Die Kaufkraftbindung ist von 2005 = 62 % auf 82 % in 2011 gestiegen. Viel mehr wird von der Stadt Monheim durch seine außergewöhnliche geographische Lage mit dem Rhein im Westen nicht erwartet. Bei Städten wie Langenfeld oder Hilden ist eine Kaufkraftbindung von bis zu 120 % möglich.
Für Monheim ist daher ein ordentlicher Branchenmix für den kurz- bis mittelfristigen Bedarf geplant. Die Befragung ergab auch, dass es 2005 einen durchschnittlichen Tageseinkauf von 17-18 Euro gab und 2011 einen durchschnittlichen Tageseinkauf von ca. 27 Euro pro Tag.
Gesunken ist hingegen die Aufenthaltsdauer in der Innenstadt. Deshalb soll die Aufenthaltsqualität erhöht werden.
Die Parkplätze auf der anderen Seite der Heinestrasse sind bisher schlecht ausgelastet. Deshalb ist ein Bypass von der Opladenerstrasse bzw. Berliner Ring zur Heinestrasse geplant, um die dort liegenden Parkplätze besser auszulasten.
Das einzige noch in der Heinestrasse zwischen den Bürohäusern und Ladenlokalen liegende Wohnhaus ist die alte Menk-Villa. Das Haus steht zum Verkauf. Der Investestor will die Lücke mit einem Haus mit unten liegenden Ladenlokalen und darüber liegenden Büroräumen oder Wohnungen schliessen. Bedingung für die Realisierung ist die Anbindung an die dahinterliegenden Parkplätze.
Hinter der Sparkassenfiliale in der Heinestraße soll der Bypass angelegt werden und hinter der Menk-Villa sollen die Parkplätze verbunden werden.
Derzeit gibt es ca. 1000 Fahrzeugbewegungen pro Tag in der Friedhofstraße. Auch zur Entlastung der Anwohner der Friedhofstraße soll der Bypass vom Berliner Ring dienen.
Die kürzlich stattgefundene Bürgerbeteiligung hat erbracht, dass die Anwohner mit der Planung des Bypasses einverstanden sind.
Durch die erhöhte Nutzung des Parkraumes erhofft man sich eine Erhöhung der Publikumsfrequenz des Rathauscenters.
Das ehemalige Postgebäude und die derzeit von Kik genutzte Verkaufsfläche würde sich z.B. auch für ein größeres Objekt eignen.
Die Sparkassenfiliale ist für die Bedürfnisse der Sparkasse zu klein, da es zu wenig Beratungsplätze gibt. Es wird von Seiten der Sparkasse mit einem Standortwechsel geliebäugelt. Mit der Fusion der Sparkasse mit der Stadt-Sparkasse Düsseldorf ist allerdings die Erhaltung von 3 Standorten verbunden, so dass es insgesamt 3 Standorte in Monheim und Baumberg geben muss. Eventuell zieht die Sparkasse an den Ernst-Reuther-Platz.
Wie früher schon einmal wird es bald wieder einen Stadtteilmanager für das Berliner Viertel geben. Er wird sich u.a. auch um die Belebung des Ernst-Reuther-Platzes kümmern, verkaufsoffene Sonntage veranstalten u.ä.
Eine andere Aufgabe wird der Aufbau und die Pflege eines Eigentümernetzwerkes sein, um einen geeigneten Branchenmix zu erreichen. Den Eigentümern ist dieser Branchenmix derzeit nicht wichtig, wenn sie ihr Objekt vermieten. Da soll ein Umdenken und Mitarbeiten erfolgen.
Einmal im Jahr sollen die Eigentümer der 5 Innenstadtbereiche eingeladen werden, um ihnen die Ziele zu erläutern. Je höher die Frequenz ist, umso mehr Branchen interessieren sich für den Standort. Der Vorteil für die Eigentümer liegt auf der Hand. Sie können letztendlich dann ihre Mieten erhöhen und somit positiven Nutzen aus der Entwicklung ziehen.
Barrierefreiheit soll ebenfalls erreicht werden und große Schaufensterflächen sollen die Attraktivität erhöhen.
Als Grundlage dient das Ladenflächenkataster ( das beinhaltet z.B. wo die Läden liegen, wie groß ist die Verkaufsfläche, welche Eigenschaften haben die Lokale). Alle 2 Jahre wird dieses Kataster aktualisiert. Auch hier erfolgt eine Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern wie der IHK. Auch der Einzelhandelsverband veranstaltet Frühstücke mit Vorträgen zu diesen Themen.
Kaufland gilt in diesem Bereich als Zugpferd mit ca. 1 Million Kassenbons im Jahr, was außergewöhnlich viel ist.
Zwei bis dreimal im Jahr gibt es einen runden Tisch, zu dem einzelhandelsrelevante Akteure eingeladen werden (Marke Monheim, Treffpunkt Monheim, Altstadtwirte), um gemeinsame Ziele zu erarbeiten.
Ein großer Baustein in diesem Zusammenhang ist das seit 2 Jahren sehr erfolgreich stattfindende Stadtfest, was auch viele Besucher aus den umliegenden Städten angezogen hat.
Zum Abschluss gab es ein gemütliches Zusammensein im Quartier 29 am Ernst-Reuther-Platz.
nach obenPeto30plus! organisierte am Pfingstmontag eine Themenradtour durch Gewerbe- und Entwicklungsgebiete Monheims. Am Fuße des Monbergs traf sich eine stattliche Zahl von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die zu einer informativen Rundreise durch Wirtschaftsstandorte in Monheim startete. Geführt von Bürgermeister Daniel Zimmermann standen sechs Stationen auf dem Tourplan:
Die Vermarktung des Rheinparks wird von Investoren mit wachsendem Interesse betrachtet. Das zum Rhein liegende Grundstück neben dem Verwaltungsgebäude der Firma BASF (vormals Cognis) wurde von der Firma Doosan erworben. Eine Bebauung muss bis zum Ende des Jahres 2011 beantragt werden, andernfalls ist das Grundstück an die Stadt Monheim zurückzugeben. Sollte dieser Fall eintreten, wird es sicherlich nicht schwierig sein, dieses „Filetstück“ an einen anderen Interessenten zu vergeben. Eine Reihe weiterer kleinerer Parzellen wird zurzeit veräußert bzw. entwickelt. Auch hier ist offensichtlich erhebliches Interesse vorhanden.
Die Vermarktung der großen Fläche hinter dem Monberg (ehemals IMR) wurde in die Hände der BSM gelegt. Idee ist, dass Kunden mit Interesse an einem Grundstück mit einer Gleisanbindung gefunden werden. Das neue Expose zu diesem Gebiet stellt diese Thematik eines Logistikgrundstücks in den Vordergrund.
Die Ansiedlung des geplanten Edeka-Marktes auf dem Gelände der ehemaligen Gießerei Schmolz und Bickenbach schreitet voran: Die erste frühe Bürgerbeteiligung hat bereits stattgefunden, die Aufstellung des Bebauungsplanes steht jedoch noch aus.
Nach einem IHK-Gutachten wird durch diese Gewerbeansiedlung eines Einzelhandelsmarktes zusätzliche Kaufkraft gebunden, die bereits vorhandenen Märkte werden dadurch nicht gefährdet.
Die zukünftige Verkehrsregelung sieht zum einen eine Stichstraße gegenüber der Shell-Tankstelle vor, zum anderen eine Ausfahrt auf die Landesstraße mit einer Abbiegespur Richtung Baumberg.
Im gegenüber liegenden Weidental stehen mehrere kleinere Flächen für eine weitere Vermarktung zur Verfügung. Die Lage zur A 59, rund 600 m bis zur Autobahnauffahrt, ist ausgesprochen günstig. Ein Expose zu den rund 40.000 qm Flächen stellt diese gute Lage in den Vordergrund. Die Freiflächen werden aktuell durch Bauer Bossmann ohne Pachtentgeld bewirtschaftet.
Das Gelände in der Nähe des Betriebshofs ist bis auf eine Fläche bereits vermarktet. Hier gilt der Poco-Markt als sehr guter sogenannter Frequenzbringer, der Kunden für die umliegenden Gewerbe anzieht. Ideale Ergänzungen des Möbelmarktes könnten im Bereich Renovieren, Wohnen oder Ausstattung liegen. Poco präsentiert sich stark in der Werbung und weist beispielsweise in seiner Radiowerbung auf weitere Veranstaltungen in Monheim hin. Außerdem beteiligt Poco sich an allen verkaufsoffenen Sonntagen, was zusätzliche Kaufkraft nach Monheim bringt. Solche Aktivitäten runden den Erfolg der bisherigen Gewerbeansiedlungen an diesem Standort ab.
Die Kaufkraftentwicklung in Monheim sieht zurzeit sehr erfreulich aus. In der aktuell positiven Wirtschaftsentwicklung konnte die Kaufkraft von 60% auf 80% in 2011 erhöht werden. Ziel ist eine Kaufkraft von rund 90%, die durch die Entwicklung der Rathauscenter III und II erreicht werden kann. Eine ideale Ergänzung für die Rathauscenter wäre ein Elektronikmarkt.
Weitere kluge Ergänzungen in den zur Verfügung stehenden Gewerbeentwicklungsflächen können das Kaufkraftpotential für Monheim ebenfalls noch weiter erhöhen. Die Wirtschaftsentwicklung arbeitet intensiv an diesen Konzepten, die Monheim als attraktiven Standort darstellen.
Die Entwicklung des sogenannten Menk-Geländes befindet im vergleichsweise gleichen Stadium wie das Schmolz-Bickenbach-Gelände. Die vorhandenen Pläne einer Gewerbe- und Wohnbaufläche sollen eine weitere attraktive Ansiedlung gewährleisten. Geplant ist hier eine Kombination von Gewerbe- und Wohnbebauung, wobei die gemischte Gewerbebebauung zur Opladener Straße hin erfolgen soll. Damit würden sich für eine Wohnbebauung eine Reihe äußerst attraktiver Grundstücke in unmittelbarer Seenähe eröffnen.
Als letzte Station stand das UCB-Gelände an der Alfred-Nobel-Straße auf der Route der Themenradtour. Dieser Standort bietet sowohl bereits frei gewordene Gebäude als auch vorhandene Freiflächen. Entwicklungsmöglichkeiten werden hier gemeinsam mit UCB und weiteren Firmen in einem intensiven Dialog erörtert. Die Stadt Monheim ist in viele Gespräche eingebunden und wird dadurch weitere Gewerbeansiedlungen aktiv begleiten und unterstützen können.
Im Anschluss an die Fahrradtour wurden Gehörtes und Gesehenes in geselliger Runde auf dem Monberg diskutiert.
nach obenAm 10.02.2011 konnten über 70 Bürgerinnen und Bürger im Schelmenturm zu einem weiteren Themenabend begrüßt werden.
Daniel Zimmermann stellte den Planungsstand des Revitalisierungsprogramms der Monheimer Altstadt vor. Die einstündige Präsentation begann mit einem Überblick über historische Grunddaten.
Als Kern der historischen Altstadt gilt die Fläche vom Schelmenturm im Osten bis zum Kradepohl im Nordwesten und der Kirche St. Gereon im Süden, so 1830 im Urkataster festgehalten. Die historische Bausubstanz wurde im Laufe der Jahrhunderte durch Modernisierungsmaßnahmen verändert. So wurden Fassaden verputzt, verklinkert oder anderweitig verkleidet, Gauben errichtet oder Vorbauten angebaut. Teilweise ist die Fachwerkkonstruktion noch sichtbar, häufig auch nicht mehr.
Im März 2008 erfolgte der Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans, wo u.a. auch geregelt ist, was mit einem historischen Gebäude passiert, wenn es verkauft wird. Im Sommer 2008 gab es einen Workshop mit Architekten, Stadtplanern, dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege und Rats- und Verwaltungsmitgliedern. Ein Bebauungsplan alleine reicht nicht, um die historische Bausubstanz zu schützen oder auch zu verhindern, dass Hochhäuser zwischen alte Häuser gebaut werden, ein ganzes Maßnahmenpaket ist erforderlich.
Das Ziel ist, die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig Leben in die Altstadt zu bringen, die Attraktivität der Altstadt insgesamt zu erhöhen.
Das Revitalisierungsprogramm wurde am 6. Oktober 2010 in einer 1. Stufe im Rat
verabschiedet.
Es beinhaltet:
Die Erhaltungssatzung (bisher nur als Entwurf vorhanden) regelt Abriss, Rückbau, Umbau oder Nutzungsänderungen von baulichen Anlagen, die eine Genehmigung erfordern. Das Erscheinungsbild der Altstadt in seiner Gesamtheit soll nicht beeinträchtigt werden.
Die Denkmalbereichssatzung gilt nur für den Kern der Altstadt. Es geht um die Erhaltung der historischen Bausubstanz, die Erhaltung des historischen Stadtkerns und ist die härteste Regelung. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen bis zu 250.000 €. Ordnungswidrigkeiten werden in jedem Fall geahndet.
Die Gestaltungssatzung ist seit 2005 in Kraft. Sie beinhaltet detaillierte Regelungen bezüglich der Größe und Gestaltung von Fenstern, Vordächern, Dachgauben oder Fensterläden und regelt den Schutz und die Wiedergewinnung des Erscheinungsbildes der historischen Altstadt.Dazu gehören auch Leuchtreklamen und Antennen, z.B. dürfen Satellitenschüsseln nicht von der Straße her sichtbar sein.
Kommunales Handlungsprogramm:
Ziel:
Das gemeinsame Auftreten der Altstadtwirte mit einer gemeinsamen Internetpräsenz
sowie die Anbindung der Altstadt mit dem Nachtexpress an der Kapellenstrasse im
Halbstundentakt sind erste Schritte auf dem Weg, die Altstadt zu beleben.
Insgesamt gilt: Erst ein Angebot schaffen, dann werben.
Anschließend an die Präsentation gab es eine lebhafte Diskussion zwischen
Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Bürgermeister. Darin wurden Mängel angesprochen
sowie Verbesserungsvorschläge gemacht.
Die Diskussion wurde gegen 21 h in den Pfannenhof verlagert, wo sich noch über
40 Personen einfanden und bis spät in die Nacht diskutiert wurde.
Am 16.09.2010 fanden sich viele Bürger und Bürgerinnen sowie PETO-Mitglieder zum 4. Themenabend von PETO 30plus! im Saal der VHS ein, um sich eine Präsentation von Daniel Zimmermann zu den strategischen Zielen für die Stadt Monheim am Rhein anzusehen.
Dabei wurden aus sämtlichen möglichen Zielen für eine Kommune wie Monheim Schwerpunkte herausgearbeitet, die Priorität haben sollen.
Strategische Ziele zeichnen sich nach Zimmermann dadurch aus, dass sie nicht nur aus den erstrebenswerten Vorhaben bestehen, die sich jede Kommune zueigen machen würde, sondern gerade das ausdrücken, was die Stadt einzigartig macht. Die Wiederherstellung des Haushaltsausgleichs bis zum Jahre 2018 ist deshalb ein allgemeines Ziel. Besinnt sich Monheim auf seine Charakteristiken ergeben sich drei Themenschwerpunkte. Vor diesem Hintergrund lautete der Vorschlag der Stadtverwaltung für die strategischen Ziele Monheims:
In einer anschließenden Diskussion hatten die Bürger die Möglichkeit, angesprochene Themen durch eigene Erfahrungen zu veranschaulichen oder ihre Meinung zu den Plänen zu äußern. Der Ansatz der strategischen Ziele fand dabei allgemeine Zustimmung. Die Umsetzung der aus den Zielen folgenden Maßnahmen wird mit Spannung erwartet.
Aktuelles:In der Ratssitzung am 07.10.2010 haben sich die Fraktionen von PETO, CDU und FDP auf den folgenden Wortlaut der strategischen Ziele geeinigt:
Diese Ziele wurden mehrheitlich verabschiedet. Die SPD hat sich bei der Abstimmung enthalten, während Bündnis90/Die Grünen, Menschen für Monheim und Linke gegen den Kompromiss stimmten. Als nächstes wird es im Rathaus nun darum gehen Maßnahmen für die Umsetzung der Ziele auszuarbeiten.
nach obenAuch der dritte Themenabend der AG PETO30plus! war gut besucht. Das Treffen fand - themenbedingt auf dem Sandberg - in der Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule statt, wo unser Referent Florian Große-Allermann zu Beginn das neue Buslinienkonzept der BSM vorstellte. Im Anschluss wurde eine Rege Diskussion geführt. Leider konnten nicht alle Fragen der Anwesenden geklärt werden, dort wurde ihnen zugesichert, dass die Informationen für sie herausgesucht und an sie weitergeleitet würden.
Auch Anregungen für Verbesserungen wurden angebracht. Eins der größten Anliegen der Anwesenden war und ist eine besser Anbindung der Linien 790 oder 791 an die S-Bahn Richtung Köln, da diese Anbindung bisher immer sehr knapp bemessen war und sich wohl auch nach dem neuen Konzept nicht geändert habe.
Diese und weitere Anmerkungen wurden selbstverständlich notiert und es soll nun geprüft werden, ob diese auch umgesetzt werden können.
Es wurde auch eingeräumt, dass es Verschlechterungen, gerade für das Sandberg-Viertel geben wird, doch wurden den besorgten Anwohnern Kompromisse und Alternativen aufgezeigt, mit denen sich viele abfinden konnten. Im Großen und Ganzen wird das neue Buslinienkonzept somit eine Verbesserung des ÖPNV in Monheim bringen.
nach obenDer zweite Themenabend fand am 17. November 2009 ab 19 Uhr an der Hauptstraße Baumberg statt. Diesmal wurde unter Beteiligung aller interessierten PETO-Mitglieder und Monheimer Bürgerinnen und Bürger die Planungen zur Umgestaltung der Hauptstraße Baumberg besprochen. Lisa Riedel erläuterte das Vorhaben anhand von Plänen. Die Maßnahmen wurden grundsätzlich positiv aufgenommen. Die Finanzierbarkeit des Konzepts wurde jedoch sehr kritisch beurteilt. Außerdem wurde auf die problematische Parkplatzsituation auf der Hauptstraße hingewiesen.
nach obenDer erste Themenabend fand am 6. August 2009 ab 19 Uhr am Rheinspielplatz (Kapellenstraße / Am Vogelort) statt. Im Mittelpunkt des Abends standen die Planungen zum Rheinbogen. Die Stadtverwaltung hat Pläne zur Weiterentwicklung des Rheinbogens erarbeitet. PETO unterstützt die Planungen grundsätzlich, weil Sie eine naturnahe Erschließung des Gebiets für Freizeit und Erholung bedeuten und der bisherige Charakter gewahrt bleibt. Wie es konkret weitergeht, darüber muss man allerdings noch reden. Daniel Zimmermann, Bürgermeisterkandidat der PETO, und Lisa Riedel, Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der PETO-Fraktion im Stadtplanungsausschuss, stellten den aktuellen Planungsstand vor. Nach der Vorstellung des aktuellen Planungsstands bestand im Rahmen einer Ortsbegehung Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Die Anwesenden standen einer Erschließung des Gebiets aufgeschlossen gegenüberstehen, die Belange des Naturschutzes sollen jedoch angemessen berücksichtigt werden müssen.
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